Montag, 6. Januar 2014

MAGNOLIA (Paul Thomas Anderson, 1999)

Now that I've met you, would you object to never seeing me again?

Groß angelegter Ensemblefilm, der verschiedene, zunächst voneinander unabhängige Geschichten erzählt, die sich am Ende teilweise kreuzen. Ich habe Magnolia vor vielen Jahren schonmal gesehen und fand ihn damals etwas langatmig. Dieses Mal hat er mir deutlich besser gefallen, zu keiner Zeit kam so etwas wie Langeweile auf - der stattlichen Spieldauer von mehr als drei Stunden zum Trotz. Zentrale Themen des Films sind die nicht abgeschlossene Aufarbeitung der Vergangenheit und das Versagen von Männern in ihrer Vaterrolle, das gleich in mehreren Varianten unterschiedlicher Schwere durchgespielt wird. Wobei insbesondere das Vater-Sohn-Verhältnis ohnehin ein immer wiederkehrendes Thema bei P.T.A. ist. Der Krankenpfleger Phil und der Polizist Jim verkörpern dabei so etwas wie die guten Seelen und sorgen mit ihrem Einsatz dafür, dass die Geschichten zumindest teilweise ein gutes Ende nehmen.

Auffällig ist die Liebe zum Detail, die Magnolia zu einem Film macht, bei dem es ungeheuer viel zu entdecken gibt. So viel, dass eine Sichtung dafür gar nicht ausreicht. Die Darstellerleistungen sind durchweg hervorragend, selbst Tom Cruise kann in einer ungewohnten Rolle überzeugen. Lediglich Julianne Moore fällt durch eine schwache Leistung aus dem Rahmen, sieht dafür aber wenigstens adrett aus.

 

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