Sonntag, 30. Dezember 2012

WO HU CANG LONG / TIGER AND DRAGON (Ang Lee, 2000)

Als Ang Lees Wuxia-Märchen im Jahr 2000 erschien, belebte es das Genre neu und löste eine (allerdings überschaubare) Welle nachfolgender Filme aus, von denen der bekannteste (und beste) Zhang Yimous Hero ist. 

Doch auch Tiger and Dragon (den "deutschen" Titel werde ich nie verstehen, entweder hätte man den internationalen englischsprachigen Titel ganz übernehmen oder ihn gleich eindeutschen sollen) geizt nicht mit Reizen und hat neben den wunderschönen Landschaftsaufnahmen malerische Sets, perfekt choreographierte Kämpfe und einen nahezu hypnotischen Score zu bieten. Die Story vereint mehrere Handlungsstränge in sich, wobei die verhinderte Liebe zwischen Li Mu Bai und Yu Xiu Lian im Mittelpunkt steht. Und Zhang Ziyi ist bezaubernd wie immer.

Auch wenn mir persönlich Hero noch eine Ecke besser gefällt, lasse ich mich doch immer wieder gerne von diesem filmischen Schmuckstück verzaubern.

 

Freitag, 28. Dezember 2012

THE DARK KNIGHT RISES (Christopher Nolan, 2012)

I never cared who you were.

Nach dem enttäuschenden The Dark Knight, der den bisherigen Tiefpunkt in Nolans Schaffen markiert, bildet The Dark Knight rises einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss der Batman-Trilogie. Dabei ist er weit davon entfernt, ein runder stimmiger Film zu sein. Inkonsistent und verkrampft sind Attribute, die weitaus zutreffender erscheinen. Die Story ist dermaßen überladen, dass man den Eindruck hat, Nolan sei das Projekt im Laufe der Dreharbeiten über den Kopf gewachsen. Seine Stärke war bisher, dem Zuschauer eine komplexe Geschichte jederzeit nachvollziehbar darzulegen, spielerisch zwischen verschiedenen Erzählebenen oder -strängen hin- und herzuspringen und als Ergebnis ein rundes, stimmiges Ganzes zu präsentieren. Memento oder The Prestige sind dafür Musterbeispiele. Sein dritter Batman-Film ist davon meilenweit entfernt. Dabei hat mir gerade der realistische Ansatz bei Batman begins so gefallen, der sich deutlich von der gemeinen Comic-Verfilmung unterscheidet. Bei The Dark Knight rises dagegen darf man gar nicht erst anfangen, über einzelne Handlungselemente nachzudenken oder sie gar in einen zeitlichen Kontext einzuordnen.

Neben diesen inhaltlichen Schwächen gibt es auch Positives zu vermelden. Die im Vorgänger im Übermaß vorhandenen Actionszenen wurden stark zurückgefahren und nur noch sparsam eingesetzt. Natürlich sind sie perfekt inszeniert und werden durch Hans Zimmers bombastischen Score kongenial untermalt. Die wunderbare Marion Cotillard wertet jeden Film auf, in dem sie mitspielt und Batmans Gegenspieler Bane strahlt im Gegensatz zu Ledgers Joker echte Gefahr aus.

The Dark Knight rises ist zweifellos ein besserer Film als The Dark Knight geworden, aber das Beste, was man über ihn sagen kann, ist, dass die Batman-Trilogie damit abgeschlossen ist und Nolan endlich wieder Zeit hat, richtig gute Filme zu machen.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

DRIVE (Nicolas Winding Refn, 2011)

I don't sit in while you're running it down. I don't carry a gun. I drive.

Nicolas Winding Refn wandelt auf Michael Manns Spuren. Sein namenloser Driver könnte auch dem Universum des Chicagoer Filmemachers entsprungen sein. Eine einsame, verlorene Seele auf der Flucht vor sich selbst. Ein schweigsamer, äußerst disziplinierter Profi, der wegen einer Frau gegen seine Prinzipien verstößt und dabei beinahe draufgeht. 

Stilistisch nimmt Refn Anleihen bei den 80er Jahren, seien es die verschnörkelten, pinkfarbenen Schriftzeichen oder die grauenhafte Synthie-Musik, die kaum zu ertragen ist und dennoch das Geschehen ironisch treffend kommentiert. Ryan Goslings reduziertes Spiel gewährt dem Zuschauer trotz der sparsamen Mimik einen kleinen Einblick in das Seelenleben seiner Figur, behält dabei aber immer eine Unnahbarkeit, die sie einerseits stark, anderseits verletzlich wirken lässt. Die immer wieder eingestreuten Gewaltszenen kommen meist ziemlich überraschend und in extremer Ausprägung. Gosling spielt das großartig, beispielsweise wenn er in der Szene im Aufzug wie irre auf den am Boden liegenden Gegner eintritt und ihm den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes zu Brei tritt. Insgesamt ein beeindruckendes Hollywood-Debüt des dänischen Regisseurs. 

Dienstag, 25. Dezember 2012

BLACK RAIN (Ridley Scott, 1989)

I usually get kissed before I get fucked.

Black Rain erzählt vom Aufeinandertreffen der Kulturen, in diesem Fall der japanischen und der amerikanischen, letztere verkörpert durch den Polizisten Nick Conklin. Der kulturelle Konflikt offenbart sich zudem im Auflehnen des jungen Sato gegen den Yakuza-Boss Sugai, der sich den traditionellen japanischen Werten verpflichtet sieht und Sato als vom Leben in Amerika verdorbenen, geldgierigen Emporkömmling betrachtet, dem es an Demut und Ehrgefühl mangelt. 

Sonderlich originell ist das alles nicht, und das Drehbuch ist sorgsam bemüht, nur ja kein Klischee auszulassen. Die Story ist teilweise ziemlich unglaubwürdig und schlägt arge Purzelbäume, dafür punktet Scott wieder einmal auf der visuellen Ebene. Die düsteren, unheilschwangeren Bilder erschaffen eine bedrohlich wirkende Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Und zum Schluss gibt's noch eine richtig gute Schießerei. Nicht unbedingt ein Hightlight in Scotts Schaffen, aber durchaus sehenswert.

Samstag, 22. Dezember 2012

12 ANGRY MEN (Sidney Lumet, 1957)

I have a reasonable doubt now.

Die letzte Sichtung lag verdammt lange zurück und ich hatte schon fast vergessen, wie gut der ist. So gut, dass ich ihn innerhalb von fünf Tagen gleich zweimal geschaut habe.

12 Angry Men war Lumets Kino-Debut, nachdem er zuvor jahrelang nur TV-Serien gemacht hatte, und ich bin der Meinung, dass er danach nie wieder einen Film gemacht hat, der nur annähernd so gut ist wie dieser. Hier passt einfach alles zusammen: die sich aus der Story ergebende Grundkonstellation der 12 Geschworenen, die in einem Raum eingeschlossen gezwungen sind, ein einstimmiges Urteil zu finden, die erstklassige Besetzung, bei der neben einem starken Henry Fonda vor allem Lee J. Cobb herausragt, den ich ohnehin gerne sehe, die brillanten Dialoge und die schnörkellose Inszenierung. Erstaunlich ist zudem, wie viel man über die einzelnen Charaktere erfährt und wie sehr man am Ende das Gefühl hat, sie alle ein Stück weit zu kennen. 

Ein gnadenlos intensives Kammerspiel, dessen Klasse bis heute unerreicht ist. Ein zeitloses Meisterwerk.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

THE HOBBIT - AN UNEXPECTED JOURNEY (Peter Jackson, 2012)

Meine Vorfreude auf die Rückkehr nach Mittelerde war so groß, dass ich ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten nicht nur ein örtliches Kino aufsuchte, sondern den Film sogar in Ermangelung einer Vorführung im O-Ton tapfer in der deutschen Synchronfassung schaute, wobei diese mir zumindest halbwegs gelungen erschien.

Der Einstieg in die Geschichte ist etwas langatmig geraten und mit doch eher kindlichem Humor garniert, doch war das ja bei Fellowship of the Ring ähnlich. Sind die Reisenden erstmal unterwegs, lässt man sich als Zuschauer schnell von dem Geschehen auf der Leinwand derart vereinnahmen, dass man alles um sich herum vergisst. Selbst die Nachos-fressenden, schmatzenden Sitznachbarn nimmt man nicht mehr wahr. Vieles kommt einem vertraut vor, beispielsweise die Verfolgungsjagd in felsiger Steppe mit berittenen Orcs. Gab's in ähnlicher Form schon bei The two Towers. Zahlreiche Figuren aus der ersten Trilogie sind wieder mit von der Partie und werden auch allesamt von den selben Darstellern verkörpert. Ist also praktisch wie ein Familientreffen, bei dem man die Verwandtschaft alle Jubeljahre mal sieht.

Die technische Weiterentwicklung ist natürlich nicht zu übersehen. Alles sieht jetzt besser und echter aus als vor 10 Jahren. Besonders deutlich wird das bei der Figur des Gollum. Ansonsten gibt es viel Altbewährtes: tolle Landschaftsaufnahmen, rasante Kameraschwenks, durch und durch sympathische Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen, viele Kämpfe, phantasievolle Kreaturen - ein Extra-Lob für den einarmigen Anführer der Orcs! - kindgerechte Witzchen, einen bombastischen Score und eine zum Greifen dichte Atmosphäre, angesichts derer man schnell vergisst, dass man nicht in Mittelerde weilt, sondern bloß in einem Kinosessel hockt. Nur so richtig episch will es bei den Schlachten noch nicht werden. Abgesehen vom Prolog, der die Vertreibung der Zwerge aus Erebor zeigt, sind das auch handlungsbedingt eher kleine Scharmützel, aber ich schätze, dass sich Jackson das für die kommenden Teile aufgehoben hat.

The Hobbit macht da weiter, wo Lord of the Rings aufgehört hat. Ein bildgewaltiges Abenteuer, das das Kind im Manne hervorbringt. Blöd nur, dass man auf die Fortsetzung ein Jahr lang warten muss. Ich hätte gestern noch stundenlang weitergucken können.

Dienstag, 18. Dezember 2012

BLACK SWAN (Darren Aronofsky, 2010)

 I was perfect.

Black Swan weist einige Parallelen zu The Wrestler auf, sowohl auf der formalen Ebene (Aufnahmen mit der Handkamera, die der Hauptfigur folgt, teils körniges Bildmaterial) als auch auf der inhaltlichen. Beide Protagonisten befinden sich auf einem Selbstzerstörungstrip, wobei dieser bei The Wrestler der Aussichtslosigkeit des eigenen Daseins geschuldet ist, bei Black Swan dem unbedingten Willen, die eigenen Schwächen auszumerzen, dem bedingungslosen Streben nach Perfektion. Und so ist Black Swan in erster Linie ein Film über Besessenheit, wobei dies nicht nur für Nina gilt, sondern auch für ihre Mutter, die beinahe rund um die Uhr über sie wacht und sie von allen äußeren Einflüssen abschirmt, die sich negativ auf die Ballett-Karriere auswirken könnten. Ein ähnliches Schicksal wie ihr eigenes - nämlich die Karriere zugunsten einer ungewollten Schwangerschaft und der daraus resultierenden Kindererziehung aufzugeben - soll ihrer Tochter erspart bleiben.

Schon bei der Sichtung der bisherigen Filme Aronofskys stellt sich rasch die Erkenntnis ein, dass Subtilität seine Sache nicht ist. Der Holzhammer darf es schon sein. Und so wählt er erwartungsgemäß drastische Bilder, um Ninas sich zunehmend steigernde Wahnvorstellungen umzusetzen. Hinzu kommt eine gewisse Erklärbär-Mentalität, die mir schon bei The Wrestler unangenehm aufgefallen ist. Auch dem unterbelichteten Zuschauer müssen schließlich die Zusammenhänge deutlich gemacht werden. Da erzählt dann schon mal der Direktor des Balletts den Tänzerinnen die Geschichte vom Schwanensee, als habe er keine professionellen Tänzerinnen sondern unbedarfte Schulmädchen vor sich. Wobei man generell sagen muss, dass die Dialoge nicht zu den Stärken des Films gehören - und das ist noch freundlich ausgedrückt. Doch schmälern all diese Schwächen das Vergnügen nur unmerklich. 

Natalie Portman trägt den Film praktisch alleine mit ihrer schlichtweg atemberaubenden Performance. Dass sie dafür den Oscar und zahlreiche weitere Preise eingeheimst hat, ist nicht mehr als angemessen. Sie spielt die Rolle der Nina mit einer Intensität, dass einem schon beim Zusehen angst und bange wird. Auch die übrigen Darsteller geben sich keine Blöße und liefern tadellose Leistungen ab, allen voran Barbara Hershey als Ninas vom Ehrgeiz zerfressene Mutter.

Black Swan gefällt mir noch eine ganze Ecke besser als sein außerordentlich gelungener Vorgänger. Auf die weiteren Arbeiten des Herrn Aronofsky darf man gespannt sein.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

THE WRESTLER (Darren Aronofsky, 2008)

The world don't give a shit about me.

Aronofskys The Wrestler erzählt vom traurigen Schicksal eines Profi-Wrestlers, der in den 80er Jahren seine Glanzzeit hatte und den rechtzeitigen Absprung nicht geschafft hat. Er zeigt dies in halbdokumentarischem Stil, der sich u. a. im häufigen Einsatz der Handkamera und dem grobkörnigen Filmmaterial äußert. 

Ein kompromissloser Blick auf ein Leben, das nur noch aus Resten zu bestehen scheint: Resten von Ruhm, Resten von Beziehungen, Resten von körperlicher Kraft und Leistungsfähigkeit. Außerhalb des Rings findet Randy kaum Halt und so klammert er sich an die Bühne, weil sie der einzige Ort ist, an dem er noch Bedeutung hat.

Der Film lebt in erster Linie von der grandiosen Leistung Mickey Rourkes, der hier eine der besten Leistungen seiner wechselhaften Karriere abliefert. Er spielt den Wrestler Randy 'The Ram' absolut glaubwürdig und voller Leidenschaft. Die in Reviews oft beschworenen Parallelen zu seinem eigenen Leben kann ich nicht erkennen, doch erscheint er aufgrund seiner Vergangenheit als Profi-Boxer und seinem Image als Rüpel geradezu prädestiniert für die Rolle. 

Nach dem schwachen The Fountain hatte ich Aronofsky schon fast abgeschrieben; nun freue ich mich auf Black Swan, den ich auch noch hier rumliegen habe.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

GHOSTS OF MARS (John Carpenter, 2001)

Let's just kick some ass!

Ghosts of Mars habe ich vor etwa 10 Jahren mal gesehen und als Film in Erinnerung behalten, der so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist. 

Die neuerliche Sichtung war hingegen ernüchternd. Schlecht ist der Film, keine Frage, aber eben auch nichts weiter. Einer von zahlreichen Tiefpunkten im an ebensolchen nicht armen Wirken des New Yorker Regisseurs. Dabei ist die Story gar nicht mal übel, doch die Umsetzung ist selbst für seine Verhältnisse äußerst stümperhaft. Und der einzige Lichtblick in Person von Pam Grier scheidet relativ früh dahin. Schade um die nette Idee.  

Montag, 10. Dezember 2012

PROMETHEUS (Ridley Scott, 2012)

How far would you go to get your answers?

Wow! Scotts Rückkehr in das Alien-Universum - ob Prometheus jetzt ein "offizielles" Alien-Prequel ist oder nicht sei mal dahingestellt - ist ein Killer! Die Story ist zwar nicht immer schlüssig, gefällt aber durch ihre originelle Grundidee und die Art und Weise, wie die Versatzstücke der bisherigen Alien-Filme eingearbeitet wurden. 

Die Inszenierung ist grandios und kann zudem mit phantastischen Special Effects aufwarten, die jedoch immer storydienlich und nie aus reinem Selbstzweck in die Handlung integriert wurden. Ebenso beeindruckend die tollen Sets, die wesentlich zur dichten Atmosphäre beitragen und die Leistungen der Darsteller, bei denen besonders Michael Fassbender herausragt, aber auch Charlize Theron als gefriergetrocknete Aufseherin gefiel mir ausgesprochen gut. 

Wie schon bei Alien kommen selbige nur selten zum Einsatz, was erheblich zur immensen Spannung beiträgt. Die Krönung ist schließlich die voll automatisierte Abtreibung per Kaiserschnitt - eine der ekelhaftesten und zugleich faszinierendsten Szenen, die ich seit langer Zeit gesehen habe.

Samstag, 8. Dezember 2012

HELLBOY (Guillermo del Toro, 2004)

Hellboy hat meine grundsätzliche Abneigung gegen Comic-Verfilmungen wieder einmal bestätigt. Eine blödsinnige Story, überwiegend schwache Special Effects, Charaktere an der Grenze zur Lächerlichkeit und gähnende Langeweile kennzeichnen del Toros Werk. Die ein oder andere Actionszene hatte zumindest einen minimalen Unterhaltungswert und Selma Blair konnte ein paar optische Reize setzen, doch muss man schon starke Nerven haben, um diesen Murks bis zum Ende durchzustehen. Schon lange habe ich nicht mehr den Abspann eines Films so herbeigesehnt.  

Dienstag, 4. Dezember 2012

RISE OF THE PLANET OF THE APES (Rupert Wyatt, 2011)

Caesar is home.

Ein Prequel zu Planet of the Apes hätte ich nicht unbedingt gebraucht, zumal ich dem ganzen Sequel- und Prequel-Wahn ohnehin noch nie etwas abgewinnen konnte - einiger gelungener Projekte zum Trotz. Umso erfreulicher, dass Rise of the Planet of the Apes weitaus besser geworden ist, als zunächst zu erwarten stand. Natürlich braucht man eine gehörige Portion Großzügigkeit, um über die ganzen Logiklöcher und Fehler in der Handlung hinwegsehen zu können. Mit solcher sehe ich mich zwar grundsätzlich gesegnet, doch drohte mir der Kragen zu platzen, als Caesar aus der Anlage ausbrach, durch halb San Francisco hetzte, auf Anhieb Wills Wohnung fand, dort die Ampullen mit dem Virus holte und damit schließlich die eingesperrten Affen verseuchte, auf dass sie ebenso intelligent werden mögen wie er. Da fragt man sich schon, für wie blöd die Macher des Films ihre Zuschauer halten. Ein weiteres Ärgernis sind die eindimensionalen Charaktere, die vor keinem Klischee haltmachen, allen voran der furchtbar böse Affenpfleger, der nichts Besseres zu tun hat, als die armen Äffchen mit Elektroschocker und Wasserwerfer zu malträtieren.

Trotz all dieser Schwächen hatte ich eine Menge Spaß mit dem Film, was in erster Linie auf die rasante, schnörkellose Inszenierung zurückzuführen ist, die immer in der Spur bleibt und sich nicht in unnötigen Nebenkriegsschauplätzen verliert und in zweiter Linie auf die größtenteils hervorragend gelungenen Special Effects, die den Eindruck vermitteln, man habe es tatsächlich mit echten Affen zu tun. Zudem räume ich ein, dass sich eine gewisse Befriedigung bei mir einstellte in dem Moment, in dem die gequälten Kreaturen begannen, sich zur Wehr zu setzen.

Alles in allem ein rundum sehenswerter Film, der zwar deutliche Schwächen aufweist, mich aber über die gesamte Spieldauer vorzüglich unterhalten hat.