Sonntag, 26. September 2010

TARGETS (Peter Bogdanovich, 1968)

All the good movies have been made.

Meine erste Begegnung mit Bogdanovich. Die Entstehungsgeschichte dieses Low-Budget-Thrillers ist beinahe so interessant wie der Film selbst. Bogdanovich erzählt zwei parallel verlaufende Handlungsstränge, die zum Schluss zueinander finden. 

Die Geschichte um den Amokläufer ist stellenweise etwas langatmig. Umso beeindruckender die Leistung des damals 80-jährigen Boris Karloff, auch wenn er im Grunde genommen nur sich selbst spielt. 

Samstag, 11. September 2010

ELECTRIC APRICOT (Les Claypool, 2007)

You only make your first record once.

Seit ich anno 1990 zum ersten Mal den Geniestreich Frizzle Fry hörte, bin ich ein großer Fan der kalifornischen Band Primus. Ihr Mastermind, Les Claypool, ist nicht nur einer der weltbesten Bassisten, sondern ein wahres Multitalent. Mit seinem Debutfilm Electric Apricot hat er den Beweis angetreten, dass er neben all seinen anderen Talenten auch ein passabler Regisseur ist. Es handelt sich bei dem Film um das, was man neudeutsch als Mokumentary bezeichnet, also eine fiktive Dokumentation über die ebenso fiktive titelgebende Jam-Band. Natürlich ließ Claypool es sich nicht nehmen, eines der Bandmitglieder zu spielen, und zwar den Drummer Lapdog. Dass er neben dem Bass auch Gitarre und Drums beherrscht, hat er ja bereits mit seinem 1996er Soloalbum Highball with the Devil gezeigt, auf dem er einige Drumparts beisteuerte.

Electric Apricot ist ein recht witziges Filmchen geworden, dessen Darsteller überaus authentisch wirken. Die Dialoge sind so natürlich, dass sie vermutlich größtenteils improvisiert wurden. Der Humor lädt nicht zum lauten Loslachen ein, sondern bewegt sich eher auf Schmunzelniveau. Köstlich zum Beispiel die Sequenz, wo die Bandmitglieder erläutern wie der Bandname zustande kam oder die Szene, in der Lapdog von seinen selbstgeblasenen Glasdildos erzählt. Unter dem Strich eine kurzweilige Angelegenheit.