Sonntag, 31. Oktober 2010

THE EIGER SANCTION (Clint Eastwood, 1975)

If you hauled beer up this rock you're insane!

Ein Film, bei dem es sich kaum lohnt, viele Worte zu verlieren. Ein dümmlicher Plot, der auf die Logik scheißt, kernige Oneliner und ein paar nette Mädels, die nur um ihrer optischen Reize willen mehr schlecht als recht in die Handlung integriert wurden. Das Ganze ergibt dennoch eine erstaunlich unterhaltsame Mischung, bei der lediglich die letzten zwanzig Minuten, in denen die Helden die Eiger Nordwand zu bezwingen versuchen, langweilen, zumal mir schon nach der Hälfte des Films klar war, wer der Gesuchte ist. 

Sicherlich keine Glanztat Eastwoods und eher im unteren Drittel seines Gesamtwerks einzuordnen, aber besser als der bescheuerte Firefox ist The Eiger Sanction allemal.   

Mittwoch, 27. Oktober 2010

IT CAME FROM OUTER SPACE (Jack Arnold, 1953)

When are you going to stop being a badge and become a human being?

Ein feiner und erstaunlich dezenter Film, den Arnold da abgeliefert hat. Die Außerirdischen sind keine bösen Eindringlinge mit Eroberungsabsichten sondern gestrandete Reisende, die nur versehentlich auf der Erde gelandet sind. Ihr Bedrohungspotential liegt dann auch weniger in ihren spektakulären technischen Werkzeugen und Waffen als in ihrer Fähigkeit, jede organische Form 1:1 nachzubilden. 

Auf Actioneinlagen wird weitgehend verzichtet zugunsten einer sich stetig aufbauenden paranoiden Stimmung, die ein Stück weit natürlich auch dem damaligen Zeitgeist geschuldet ist. So bezieht der Film seine Spannung hauptsächlich daraus, dass man nicht genau weiß, ob die Fremden in Wahrheit nicht doch andere Ziele haben. Nachfolgende Arbeiten wie beispielsweise Siegels Invasion of the Bodysnatchers oder auch Spielbergs Close Encounters of the Third Kind sind von It came from Outer Space maßgeblich beeinflusst. 

Nicht unerwähnt bleiben soll schließlich die Tatsache, dass es sich um einen der ersten SciFi-Filme in 3D handelte.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

PIRANHAS (Joe Dante, 1978)

They're eating the guests, sir.

Ein in Ansätzen ganz spaßiger Versuch, im Soge des Jaws-Erfolges mitzuschwimmen, wobei Dantes Filmchen dem großen Vorbild natürlich nicht mal ansatzweise das Wasser reichen kann. Wo dieses eine zwar zugespitzte, aber dennoch halbwegs glaubwürdige Story bietet, ist das Drehbuch von Piranhas dermaßen albern, dass man den Film nur ertragen kann, wenn man nicht weiter darüber nachdenkt. 
 
Aber sei's drum: Joe Dante hatte sicherlich nicht den Anspruch, einen ernsthaften Horrorfilm abzuliefern. Als Komödie wiederum ist der Film nicht lustig genug. Vor allem aber fehlt es ihm deutlich an Spannung. Solche kommt nämlich zu keinem Zeitpunkt auf. 
 
Trotz aller Defizite fand ich das Ganze dann doch einigermaßen unterhaltsam, was in erster Linie an den beiden Hauptdarstellern liegt. Nicht dass diese eine herausragende Leistung böten, nein, aber die von ihnen verkörperten Figuren können den ein oder anderen Sympathiepunkt verbuchen.