Sonntag, 21. August 2011

HONKYTONK MAN (Clint Eastwood, 1982)

Holy shit! I'm going to Tennessee!

Eastwoods wunderbare Umsetzung von Carliles Roman ist eine bunte Mischung aus Road-Movie, Komödie, Musikfilm und Drama. Ein Film, der trotz seines ernsten Grundthemas gute Laune verbreitet. 

Seine größten Pluspunkte sind die liebenswerten Charaktere: Eastwood in der für ihn ungewohnten Rolle des todkranken Sängers Red Stovall, der seine Musik für die Nachwelt erhalten will, sein junger Neffe Whit, der die Reise nach Nashville als großes Abenteuer begreift und im Laufe derselben erste Erfahrungen mit Sex und Drogen macht oder auch sein Großvater, der zu seinem Geburtsort zurückkehren will, um dort friedlich zu sterben. Zwischendurch werden mal eben ein paar Hühner gestohlen und Red nach Cowboy-Art aus dem Gefängnis befreit. 

Ein toller Film, der sich in seiner unbeschwerten Art qualitativ im oberen Drittel des Eastwood'schen Schaffens bewegt.   

Montag, 8. August 2011

INVICTUS (Clint Eastwood, 2009)

Invictus ist weniger ein Film über Rugby als ein Film über die Überwindung der Apartheid. Und so verwundert es nicht, dass die Figur des Nelson Mandela – mitreißend verkörpert von Morgan Freeman – und seine Politik der Versöhnung im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Die Tatsache, dass Matt Damon daneben regelrecht verblasst, sehe ich nicht als Schwäche, denn dies unterstreicht die Wirkung der Lichtgestalt Mandela zusätzlich. 

Bei der Umsetzung des Stoffes ging Eastwood kein Risiko ein und griff auf die bewährten Mechanismen und Stilmittel zurück. Überraschungen bietet Invictus folgerichtig keine. Schön anzusehen ist er trotzdem, mit Ausnahme des etwas langatmigen Finales.

 

Donnerstag, 4. August 2011

CARS 2 (John Lasseter & Brad Lewis, 2011)

Im Vergleich mit dem doch recht kindlichen Vorgänger bietet Cars 2 einen deutlich tiefgründigeren Humor, der sich u.a. in Anspielungen auf diverse James-Bond-Streifen äußert. Die letztlich belanglose Story ist rasant inszeniert und leidlich spannend, doch wie immer bei Pixar sind es die liebevoll ausgearbeiteten Details und die atemberaubenden Animationen, die den Film so sehenswert machen. 

Insbesondere die Konvertierung der Städte Paris und London in Pixars Autokosmos sind umwerfend gelungen, seien es nun die Wachen des Buckingham-Palace mit ihren Fellmützen oder die Queen als Rolls Royce. Ein Filmspaß für die ganze Familie.