30 Juni 2008

TERMINATOR 3: RISE OF THE MACHINES (Jonathan Mostow, 2003)

Drop dead, you asshole!

Gefällt mir mit jeder Sichtung besser. Inzwischen neige ich sogar dazu, ihn dem zweiten Teil vorzuziehen. 

Hier gibt es keinen besserwissenden, pubertierenden Jungen, der mit altklugen Sprüchen nervt, sondern atemberaubende „handgemachte“ Action, die auf CGI nur da zurückgreift, wo es sinnvoll ist, irre Verfolgungsjagden, eine sehr süße Kristanna Loken und ein ebenso mutiges wie originelles Ende - kurz, ein Film bei dem alles stimmt. So muss ein Actionfilm aussehen, und nicht anders. Die Logiklöcher in der Handlung haben mich schon bei den beiden Vorgängern nicht gestört, warum sollten sie es also hier? 

Für mich einer der besten Actionfilme der letzten zehn Jahre.   

08 Juni 2008

EAST OF EDEN (Elia Kazan, 1955)

Man has a choice and it's a choice that makes him a man.

James Dean war kein guter Schauspieler. Er sah gut aus, hatte eine starke Aura, aber sein darstellerisches Talent bewegte sich auf bestenfalls durchschnittlichem Niveau. Die tragischen Umstände seines frühen Todes hatten sicherlich einen erheblichen Anteil daran, dass man seither verklärt auf ihn zurückblickt. Konnte er seine Defizite später bei Rebel without a Cause recht gut kaschieren, so treten sie hier offen zu Tage. Ganz abgesehen davon, dass er für die Rolle viel zu alt ist. 

Damit wären die Negativpunkte des Films aber auch schon abgehakt, denn darüber hinaus gibt es wenig zu beanstanden. Die restlichen Darsteller machen ihre Sache gut, die auf einer Vorlage John Steinbecks basierende Geschichte wurde von Kazan souverän in Szene gesetzt und das Ende war richtig traurig.

  

06 Juni 2008

GRAND PRIX (John Frankenheimer, 1966)

Sehr authentischer Film über die Formel-Eins-Saison 1966 mit für die damalige Zeit spektakulären Bildern, die selbst heute noch auf der Höhe der Zeit sind. Die Kameraarbeit ist unglaublich, man wähnt sich direkt auf der Rennstrecke, kann das Adrenalin in jeder Szene spüren. Erschreckend wie gefährlich die Rennen damals waren und wie groß das Risiko, das Cockpit nicht lebend zu verlassen. Im Vergleich dazu sind die heutigen Rennen (glücklicherweise) Kinderkram. 

Sauspanned, packend, mitreißend und viel besser als jedes echte Formel-Eins-Rennen.  

04 Juni 2008

SUSPICION (Alfred Hitchcock, 1941)

You're the first woman I've ever met who said yes when she meant yes. 

Schon in der ersten Szene wird klar, dass Johnnie ein Schwindler und Betrüger ist. Aber ist er auch ein Mörder?  

Suspicion bezieht seine Spannung einzig und allein aus dieser Frage, aber da die gesamte Story aus Linas Sicht erzählt wird und der Zuschauer auch immer nur ihren Wissenstand hat, geht das Konzept auf. Dabei geht Hitchcock gewohnt routiniert zu Werke und baut die Spannung langsam aber stetig auf, bis das Ganze dann in ein etwas merkwürdiges Finale mündet. 

Cary Grant ist für die Rolle des draufgängerischen Frauenschwarms die Idealbesetzung, seine von mir so gefürchtete Grimassenschneiderei hält sich glücklicherweise stark in Grenzen. Auffällig sind die zahlreichen Parallelen zu Verhoevens Basic Instinct, aber der Niederländer hat aus den starken Hitchcock-Einflüssen seines Detektivspiels ja nie einen Hehl gemacht. Schöner Film.