Vollends zur Nervenprobe wird das Ganze durch die wehleidige, stets griesgrämig dreinguckende Talia Shire, die mir mit ihrem weltschmerzverzerrten Gesicht ziemlich auf den Keks ging. Allerdings muss man Frankenheimer zugute halten, dass der Film recht spannend inszeniert ist. Die meisten Schockeffekte sitzen gut, die Special Effects schwanken zwischen gelungen und peinlich. Alles in allem nicht gerade eine Glanzleistung, aber man hat schon Schlimmeres gesehen.
27 April 2009
PROPHECY (John Frankenheimer, 1979)
22 April 2009
LES FILLES DU BOTANISTE/Die Töchter des chinesischen Gärtners (Daï Sijie, 2006)
Die Töchter des chinesischen Gärtners - man fragt sich, was der Zusatz "chinesisch" im deutschen Titel soll, schließlich spielt der Film ja in China - ist ein Film über eine zum Scheitern verurteilte lesbische Liebe, der zwar durch seine Bildgewalt beeindruckt, auf erzählerischer Ebene jedoch nicht sonderlich viel zu bieten hat. Zu vorhersehbar und zu plakativ ist das alles. Nett anzuschauen ist es trotzdem.
18 April 2009
REBECCA (Alfred Hitchcock, 1940)
Happiness is something I know nothing about.
Auf Manderley dominiert die unheimliche Mrs. Danvers (klasse: Judith Anderson), die die verstorbene Rebecca wie eine Göttin verehrt. Man fühlt mit der armen, namenlosen Protagonistin mit, die der ihr eigentlich unterstellten Chefin der Dienstmädchen nicht gewachsen ist und regelrecht Angst vor ihr hat. Nach der überraschenden Enthüllung der tatsächlichen Geschehnisse um Rebeccas Tod hängt Hitchcock noch einen nach meinem Dafürhalten völlig überflüssigen dritten Teil an, der die juristische Aufarbeitung dieser Geschehnisse zum Inhalt hat und dem Film mehr nimmt als gibt.
17 April 2009
BLOOD SIMPLE (Joel Coen, 1984)
Gimme a call whenever you wanna cut off my head. I can always crawl around without it.
Der erste Film der Coens ist immer noch einer meiner liebsten, weil er die Stärken der Brüder kompakt auf den Punkt bringt: ihre Vorliebe für skurrile Figuren, die dennoch stets wie aus dem Leben gegriffen wirken, ihr Faible für absurde Situationen und ihre unkonventionelle Art, mit den Zuschauererwartungen umzugehen, oft begleitet von einem subtilen, unterschwelligen Humor.
Zur Vollendung gebracht haben sie dies in ihrem Meisterwerk Fargo, doch auch ihr Debut weist all diese Qualitäten auf. Dialoge werden sparsam dosiert, dafür aber umso geschickter pointiert, zumeist jedoch lassen sie die düsteren Bilder Barry Sonnenfelds sprechen. Die Darsteller hätte man besser nicht wählen können: Dan Hedaya sieht aus wie Guildo Horn und gibt einen veritablen Kotzbrocken ab, Frances McDormand ist souverän wie immer, den Vogel aber schießt M. Emmet Walsh in der Rolle des schmierigen Privatschnüfflers ab, sicher eine der abstoßendsten Figuren im Coen-Universum.
13 April 2009
THE HARDER THEY FALL (Mark Robson, 1956)
Money's not evil in and of itself. The purpose for which it's used is the determining factor.
Ein mitreißendes Filmerlebnis, dass allerdings auch eine gehörige Portion Wehmut hinterlässt, handelt es sich doch um Bogarts letzten Film. Neun Monate nach der Premiere verstarb er im Alter von nur 57 Jahren.
11 April 2009
KINGDOM OF HEAVEN - Director's Cut (Ridley Scott, 2005)
Your quality will be known among your enemies, before ever you meet them, my friend.
Und zu meinem großen Erstaunen ist die neue Fassung ein ganz anderer
Film als der sinn- und seelenlose Murks, den uns Scott anno 2005
aufgetischt hatte. Plötzlich bekommt die Figur des Balian Herz und
Seele, plötzlich kann man seine Wandlung vom einfachen Hufschmied zum
Verteidiger Jerusalems nachvollziehen. Die ganze Story erscheint in
einem anderen Licht und ergibt endlich Sinn. Ich hätte es nie für
möglich gehalten, aber in der erweiterten Fassung ist Kingdom of Heaven ein richtig guter Film mit nur wenigen Schwachpunkten, zu denen in erster Linie der stellenweise zu pathetische Score zählt.
Möglicherweise war ich bei der Erstsichtung auch ungewöhnlich schlecht
drauf und ich tue der Kinofassung jetzt Unrecht (die Tatsache, dass ich
mich nur noch schemenhaft erinnern kann, trägt das ihre dazu bei), aber
das ist ja letztlich egal. Entscheidend ist, dass mich die vorliegende
Fassung über die gesamte Spieldauer vorzüglich unterhalten und mir zudem
einen tiefen Einblick in die Geschehnisse um die Eroberung Jerusalems
durch Saladins Truppen im Jahre 1187 gewährt hat, auch wenn sich Scott
respektive William Monahan, der für das Drehbuch verantwortlich
zeichnet, natürlich einige Freiheiten genommen und die Geschichte im
Dienste des Films etwas umgedichtet haben. Ich bin mir jedenfalls
ziemlich sicher, dass dies hier nicht meine letzte Sichtung war.
09 April 2009
FLEISCH (Rainer Erler, 1978)
Nach einem interessanten Beginn verheddert sich Erler in einem zunehmend unplausiblen Plot, der zum Ende hin regelrecht Kapriolen schlägt. Auch die bei deutschen TV-Produktionen übliche billige Machart und die eigenartige Synchro (obwohl der Film größtenteils mit deutschen Schauspielern gedreht wurde, hat man anscheinend alle synchronisiert) tragen nicht zum Unterhaltungswert bei. So bleibt es letztlich bei ein paar interessanten Ansätzen, die an der unzureichenden Umsetzung scheitern.
06 April 2009
THE DEVIL RIDES OUT (Terence Fisher, 1968)
I shall not be back... but something will.
Christopher Lee schwebt mehr oder weniger souverän über dem Geschehen, aber auch Charles Gray gefiel mir ausgesprochen gut in der Rolle des bösen Magiers Mocata. Und das Zusammenspiel Lees mit Leon Greene hat etwas von Sherlock Homes und Dr. Watson im fast 10 Jahre früher entstandenen The Hound of the Baskervilles. Sehr schön.
.png)
.png)
.png)
.png)
.png)
.png)