30 Juli 2007
THE LADYKILLERS (Alexander Mackendrick, 1955)
28 Juli 2007
THE MUMMY (Terence Fisher, 1959)
Das Tolle an Fishers Filmen ist, dass sie trotz aller Vorhersehbarkeit, trotz des immer gleichen Schemas nach dem sie gestrickt sind, immer vorzüglich unterhalten. Wenn John Banning zu seiner Frau sagt, dass sie große Ähnlichkeit mit Ananka habe, ahnt man sofort, dass die Mumie gleich Banning attackieren und dann von ihm ablassen wird, wenn ihr Blick auf seine Frau fällt und sie glaubt, einer Reinkarnation Anankas gegenüberzustehen. Und so kommt es dann auch.
Dennoch hält der Film den Spannungsbogen die ganze Zeit über aufrecht. Atmosphärisch natürlich wie immer top, als störend empfand ich lediglich, dass der Beschwörungsritus auf englisch vorgetragen wurde, dies wirkte etwas unpassend. Zudem fragte ich mich, woher Isobel Banning am Ende Kharis Namen wusste.
Aber über diese Kleinigkeiten sieht man großzügig hinweg, wenn man so gut unterhalten wird.
25 Juli 2007
A BRONX TALE (Robert de Niro, 1993)
Leider verzettelt sich de Niro gegen Ende etwas in einer diffusen Liebesgeschichte, eingebettet in einen Rassenkonflikt zwischen Italienern und Schwarzen. Auf mich wirkte das wie ein Stilbruch, der bis dahin so geschmeidig dahinfließende Film geriet aus dem Rhythmus. Auch das abrupte Ende Sonnys fand ich unbefriedigend, ganz zu schweigen von dem albernen Geschwafel an Sonnys Sarg, wobei Letzteres auch auf die Unzulänglichkeiten der Synchro zurückzuführen sein kann - der Originalton lag mir leider nicht vor. Jedenfalls konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dem Autor am Ende die Pferde durchgegangen sind.
Insgesamt dennoch ein gelungenes Debut von de Niro.
23 Juli 2007
THE CURSE OF FRANKENSTEIN (Terence Fisher, 1957)
Cushing und Lee waren meines Wissens hier erstmals zusammen in einem Film zu sehen, wobei sich die Auftritte von Lee auf mehrere kurze Szenen beschränken. Sein schlumpfig blaues Make-Up sorgte bei mir für einen kleinen Schmunzler, aber gerade diese Unzulänglichkeiten sind es, die den Film so liebenswert machen. Die Kulissen sind stimmig, die Darstellerleistungen durchgehend souverän und der Score von James Bernard bildet die perfekte Untermalung für diesen Horrorspaß. Kurzweilig und unterhaltsam.
22 Juli 2007
THE COTTON CLUB (Francis Ford Coppola, 1984)
In seiner beschwingten Lockerheit erinnert er mich stellenweise sogar an den großartigen The Sting. Die erstklassigen Darsteller tun das ihrige, um die zahlreichen Charaktere mit genügend Ecken und Kanten zu versehen, so dass man trotz der zahlreichen Sub-Plots immer den Überblick behält. Lediglich Nicolas Cage nervt mal wieder und bestätigt meine These, dass er einfach keinen Film machen kann, ohne entweder den Psychopathen zu geben oder (noch schlimmer) minutenlang seinen typischen Dackelblick zur Schau zu stellen. Rumble Fish scheint da tatsächlich die einzige Ausnahme zu sein...
RUMBLE FISH (Francis Ford Coppola, 1983)
Blind terror in a fight can easily pass for courage.
Die Story um den orientierungslosen Rusty James und seinen
von ihm nahezu vergötterten Bruder Motorcycle Boy ist eigentlich nichts
Außergewöhnliches, und sie ist im Grunde genommen auch nicht wichtig.
Weitaus interessanter sind stilistischen Mittel, derer sich Coppola
bedient, und die Rumble Fish recht deutlich von
seinem übrigen Schaffen abgrenzen. Es gibt viele schräge Kamerawinkel,
sowie zahlreiche Aufnahmen aus der Frosch- oder Vogelperspektive. Das
Motiv der im Zeitraffer über den Himmel jagenden Wolken taucht immer
wieder auf, ebenso die häufigen Close-Ups auf Uhren. Auch der Score von
Stewart Copeland ist ziemlich abgefahren. Neben seiner Farbenblindheit
hat der Motorycle Boy auch ein Problem mit dem Hören, was Coppola immer
wieder zum Anlass nimmt, einzelne Szenengeräusche extrem in den
Vordergrund zu spielen, wie z. B. das überlaute Klackern der
Schreibmaschinen in der Szene, wo Rusty James der Schule verwiesen wird.
Eine besondere Erwähnung verdient Nicolas Cage, denn dies ist der
einzige Film, in dem er mir nicht tierisch auf den Senkel geht.
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