13 Juli 2007

THE PRESTIGE (Christopher Nolan, 2006)

Mit seinem neuesten Werk stellt Christopher Nolan einmal mehr unter Beweis, dass er zu den talentiertesten Regisseuren der Gegenwart gehört. Allein die Leichtigkeit, mit der er zwischen verschiedenen Erzählebenen hin- und herschaltet, ohne den Zuschauer auch nur im Geringsten zu verwirren, verdient höchsten Respekt.

Das Drehbuch von Christopher und Jonathan Nolan ist eine Meisterleistung. Während der gut zweistündigen Laufzeit weiß man praktisch nie, was als Nächstes passieren wird. Obwohl die Handlung zahlreiche Rätsel aufgibt und den Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten lockt, wirkt nichts konstruiert oder gar beliebig.

Rein formal reiht sich The Prestige nahtlos in die Riege der bisherigen Nolan-Filme ein. Grandios inszeniert, souverän gespielt und mit einer hervorragenden Klangkulisse versehen, entwickelt der Film von der ersten bis zur letzten Minute eine enorme Sogwirkung. Vor allem Michael Caine, Christian Bale und Hugh Jackman überzeugen in ihren Rollen und verleihen dem erbitterten Duell der beiden Magier eine besondere Note.

Auch optisch weiß der Film auf ganzer Linie zu überzeugen. Die aufwendigen Kulissen und Kostüme erschaffen ein atmosphärisch dichtes Bild des Londons zur Jahrhundertwende, werden dabei jedoch nie zum Selbstzweck, sondern stehen immer im Dienst der Geschichte und ihrer Figuren.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto stärker entwickelt sich The Prestige zu einem faszinierenden Spiel aus Täuschung, Besessenheit und Rivalität. Ein zweistündiger Bilderrausch, der seinesgleichen sucht.

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