I don't like your food.
Der Brite Mark Mylod ist hauptsächlich als Fernsehregisseur tätig mit gelegentlichen Ausflügen ins Kino. Keiner seiner bisherigen Filme sagt mir etwas, was nicht zuletzt vermutlich auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass ich um Komödien für gewöhnlich einen großen Bogen mache. Nun weist The Menu zwar auch eine Reihe komödiantischer Elemente auf, ist aber eher im Bereich der Satire zu verorten.
Ralph Fiennes dominiert den Film mit einer mitreißenden Performance als wahnsinnig gewordener Meisterkoch, der seine Gäste zu einem Dinner eingeladen hat, bei denen sie selbst unwissentlich Teil des Desserts werden sollen. Das hat durchaus einen gewissen Unterhaltungswert, doch war mir das alles zu konstruiert. Die beteiligten Charaktere bedienen die gängigen Klischees und sind allesamt unsympathisch, lediglich die Escort-Dame Margot, die erkennbar mit dem Ambiente und dem Essen fremdelt, bietet Indentifikationspotential. Witzigerweise ist sie es auch, die der Situation durch einen brillanten Einfall als Einzige entkommt.
Auch wenn die Idee ganz nett ist, bietet The Menu allenfalls biedere Unterhaltung für einen langweiligen Abend. Unter dem Strich ein recht belangloses Filmchen, das keinen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen vermag. Da schaue ich mir lieber zum zwanzigsten Mal Murder by Death an.
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