He should've armed himself if he's going to decorate his saloon with my friend.
Ich kann mich noch gut an meine Begeisterung erinnern, als ich damals, 1992, mit meinem damals besten Freund im Kino war und Unforgiven erstmals gesehen habe. Seither hatte ich viele Begegnungen mit ihm und bis heute hat Eastwoods finale Abrechnung mit dem Western nichts von ihrer Faszination verloren. Er korrigiert hier
auf drastische Weise das Bild des wortkargen, kaltblütigen
Revolverhelden, den er selbst jahrzehntelang verkörpert hatte, u.a. in den Dollar-Filmen Sergio Leones. Nicht umsonst ist Unforgiven Don Siegel und dem italienischen Großmeister gewidmet, die beide so etwas wie Eastwoods Mentoren waren. Ich bin überzeugt, sie hätten ihre helle Freude an Eastwoods Meisterwerk gehabt, hätten sie die Veröffentlichung noch erlebt.
Darstellerisch griff er dabei in die Vollen: mit Gene Hackman, Richard Harris und Morgan Freeman versammelte er eine beeindruckende Riege in die Jahre gekommener Recken, die allesamt Gala-Vorstellungen abliefern. Und auch der junge TV-Darsteller Jaimz Woolvett fügt sich in der Rolle des "Schofield Kid" prima in die illustre Schar ein. Den größten Schauwert bieten aber die wundervollen Landschaftsaufnahmen der kanadischen Provinz Alberta, in der der Film größtenteils gedreht wurde.
Unforgiven ist ein durch
und durch großartiges Werk, Eastwoods beste Regie-Arbeit und ganz
nebenbei der beste Western der letzten 50 Jahre.