No more lunatics!
Das Ganze spielt vor dem politischen Hintergrund der Einwanderungsproblematik an der Südgrenze der USA und thematisiert dabei den allgegenwärtigen Kampf zwischen links und rechts ebenso wie den Missbrauch der Staatsgewalt. Und auch wenn diese Themen nach wie vor aktuell sind, hat man den Eindruck, dass sich Anderson dafür nur am Rande interessiert und er dies vielmehr als Aufhänger nutzt, um eine etwas wirre Geschichte um eine linke Terroristengruppe zu erzählen, die in einer nicht genau zu verortenden Zeit Anschläge auf staatliche Institutionen verübt. Die Story basiert zudem lose auf einem mir unbekannten Roman aus den 90er Jahren und ist letztlich ziemlich belanglos. One Battle after another lebt vielmehr von seinem skurrilen Humor und den schrillen Charakteren, wobei Sean Penn den Vogel abschießt. Sein Colonel Steven J. Lockjaw verkommt zu einer reinen Comicfigur, was dem Unterhaltungsfaktor äußerst zuträglich ist. Großartig auch Leonardo DiCaprio in der Rolle des etwas ungeschickten, aber aufopferungsvoll kämpfenden Vaters, der verzweifelt versucht, seine Tochter zu retten.
Während der 2 1/2 Stunden fragt man sich immer wieder, was das Ganze soll, nimmt das bisweilen recht bizarre Geschehen aufgrund des enorm hohen Unterhaltungsfaktors aber dennoch gerne an. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert. PTA beweist damit einmal mehr, dass er einer der ganz großen Hollywood-Regisseure ist.
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