Nun ja, der Film hat jedenfalls meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Unheimlich spannend und in schönen Bildern erzählt, zudem wirkt das Ganze auch recht realistisch. Man kann sich durchaus vorstellen, dass sich die Geschichte so zugetragen haben könnte. Ok, Voights Kletterei an der Felswand ist vielleicht etwas übertrieben, aber ansonsten passt alles. Übrigens erinnerte der Film mich von seiner Machart stark an Walter Hills Southern Comfort und ich bin überzeugt, dass Hill sich hat von Boorman inspirieren lassen. Nach Point Blank ist dies nun schon die zweite Arbeit des Briten, die mir ausgesprochen gut gefallen hat.
29 September 2007
DELIVERANCE (John Boorman, 1972)
28 September 2007
CARS (John Lasseter, 2006)
Die technische Umsetzung ist wieder einmal atemberaubend. Selbst schwierigste Animationsprozesse wie spritzendes Wasser beim Durchfahren der Regenpfützen oder der sensationelle Wasserfall in den Canyons wurden scheinbar mühelos gemeistert und ließen mich auch dieses Mal wieder mit offenem Mund im Sessel sitzen. Gerade in solchen Szenen zeigt sich, dass Pixar der Konkurrenz meilenweit voraus ist. Zusammen mit Finding Nemo für mich der beste Animationsfilm bisher.
27 September 2007
BRINGING OUT THE DEAD (Martin Scorsese, 1999)
22 September 2007
JAMES-BOND-REIHE #5: YOU ONLY LIVE TWICE (Lewis Gilbert, 1967)
Richtig Spaß hat mir auch der Luftkampf mit Little Nellie und den Hubschraubern gemacht. Wesentliche Neuerungen gibt es keine, außer vielleicht, dass Blofeld erstmals als No. 1 in Erscheinung tritt. Ansonsten beschränkte man sich darauf, dass Erfolgsrezept der Vorgänger zu kopieren, und damit kann ich prima leben.
21 September 2007
APOCALYPSE NOW (Francis Ford Coppola, 1979)
The horror... the horror...
Jedenfalls führte mir mein Missgeschick noch deutlicher als bei der
letzten Redux-Sichtung vor Augen, dass die Plantagen-Szene ein
Fremdkörper ist und den Filmfluss nicht nur merklich hemmt, sondern vor
allem auch die bis dahin vorherrrschende bedrohliche Atmosphäre deutlich
abkühlt. Damit keine Zweifel aufkommen: die Szene ist wunderschön
fotografiert und toll gespielt, aber sie passt einfach nicht zum Rest
des Films. Lustigerweise bezeichnet Coppola im Bonus-Material die
Redux-Fassung als eine surreale Version des Kino-Cuts und hier führt er
als Beleg insbesondere die Plantagenszene ins Feld. Ich bin genau der
gegenteiligen Meinung: die Redux-Fassung mit ihren zahlreichen
Ergänzungen hat nicht nur weniger Tempo, sondern wirkt auch
bodenständiger. Alles in allem hat mich die gestrige Sichtung in meiner
Meinung bestärkt, dass die Kinofassung der Redux-Fassung überlegen ist.
Im Gegensatz zur gängigen Meinung sehe ich Apocalypse Now
nicht in erster Linie als Kriegsfilm, sondern vielmehr als Reise in den
Wahnsinn - eben wie der Titel der Romanvorlage schon sagt: eine Reise
ins Herz der Finsternis. Coppola inszenierte diese Reise wie einen
schlechten Drogen-Trip, einen surrealen Fiebertraum, in dem die Grenzen
zwischen richtig und falsch, zwischen Vernunft und Wahnsinn immer mehr
verschwimmen. Charging a man with murder in this place was like handing out speeding tickets in the Indy 500 sagt Willard und trifft dabei den Nagel auf den Kopf. If
that's how Kilgore fought the war I began to wonder what they really
had against Kurtz. It wasn't just insanity and murder, there was enough
of that to go around for everyone. Natürlich merkt Willard sehr
bald, dass die Militärführung Kurtz deshalb töten lassen will, weil er
nicht das macht, was sie ihm sagen, weil er sich nicht mehr von ihnen
kontrollieren lässt. Der beste Dialog des Films kommt dann kurz vor
Schluss, als Kurtz Willard nach seinem Auftrag fragt. They told me that you had gone totally insane, and that your methods were unsound sagt er, worauf Kurtz ihn fragt: Are my methods unsound? - I don't see any method at all
entgegnet Willard. Eine Aussage, die nicht nur Kurtz‘ Verhalten
beschreibt, sondern den gesamten Vietnamkrieg in sieben Worten
charakterisiert.
Apocalypse Now zählt ohne Zweifel zu Coppolas besten Arbeiten und ist ein Film, der mit jeder Sichtung wächst. Der arg strapazierte Begriff "Meisterwerk" ist hier durchaus angebracht.
19 September 2007
JAMES-BOND-REIHE #4: THUNDERBALL (Terence Young, 1965)
Largos Figur ist ähnlich groß angelegt wie die des Goldfinger, wenn auch Adolfo Celi Gert Fröbe nicht das Wasser reichen kann. Seine Sache macht er trotzdem gut.
Die zwei Stunden vergingen wie im Flug.
18 September 2007
JAMES-BOND-REIHE #3: GOLDFINGER (Guy Hamilton, 1964)
Goldfinger führt eine Reihe von richtungsweisenden Neuerungen für die Serie ein. Zum ersten Mal steht James Bond mit Auric Goldfinger ein echter Gegenspieler gegenüber - hervorragend verkörpert von Gert Fröbe. Dr. No tauchte ja erst kurz vor Schluss auf und von Blofeld kriegt man in From Russia With Love nur die Hände zu sehen.
Ein Novum auch der mit zahlreichen Gimmicks versehene Aston Martin, der für mich nach wie vor das schönste Bond-Auto ist. Zudem bietet Goldfinger weitaus mehr Action als die beiden Vorgänger, so zum Beispiel eine tolle Verfolgungsjagd in den Schweizer Alpen oder der große Showdown in Fort Knox. Die Story ist natürlich wieder kompletter Schwachsinn, aber das ist ja bei den Bondfilmen eher ein Qualitätsmerkmal als ein Makel.
Goldfinger ist in jeder Hinsicht der bisherige Höhepunkt der Serie und seit vielen Jahren mein Lieblingsbond.
16 September 2007
JAMES-BOND-REIHE #1: DR. NO (Terence Young, 1962)
Dr. No ist nicht nur der erste Bond überhaupt, sondern auch der erste, den ich gesehen habe. Das ist jetzt etwa 25 Jahre her und seitdem habe ich ihn viele Male gesehen. Dürfte wahrscheinlich mein meistgesehener Bond sein.
Die erste Hälfte des Films gibt ein ordentliches Tempo vor, aber mit der Gefangennahme Bonds verflacht das Geschehen merklich. Der Showdown ist im Vergleich zu den späteren Bonds eher unspektakulär wie überhaupt die letzte halbe Stunde nicht mehr die ganz große Unterhaltung bietet. Die ersten 60 bis 70 Minuten jedoch zählen für mich nach wie vor mit zum Besten, was die Bond-Reihe zu bieten hat.
Ein besonderes Lob an dieser Stelle an MGM bzw. Lowry Digital für die ausgezeichnete Bildqualität der Ultimate Edition, die einen vergessen lässt, dass der Film schon 45 Jahre auf dem Buckel hat.
14 September 2007
THE LAST WAVE (Peter Weir, 1977)
13 September 2007
FEARLESS (Peter Weir, 1993)
Den positiven Gesamteindruck können diese Mängel allerdings nur unwesentlich schmälern. Fearless zählt für mich zwar nicht zu Weirs besten Filmen, aber sehenswert ist er allemal.
12 September 2007
TARANTULA (Jack Arnold, 1955)
Wird Zeit, dass ich noch ein paar andere Arnolds aus der Versenkung hole...
11 September 2007
SLIVER (Phillip Noyce, 1993)
Und dennoch: ich mag den Film. Ich habe ihn 1993 im Kino gesehen, danach ein- oder zweimal im TV und jetzt auf DVD. Und er gefällt mir immer noch, auch wenn ich selbst nicht so genau weiß warum. Für mich funktioniert die halbgare Mischung aus Thriller und schwüler Erotik einfach – egal wie viele Himbeeren Sliver seinerzeit gewonnen hat. Vielleicht sind es gerade die ganzen Unzulänglichkeiten, die dem Film auch einen gewissen Charme verleihen. Wie auch immer – die 100 Minuten vergingen wie im Flug und ich fühlte mich mal wieder gut unterhalten.
10 September 2007
THE MAN WHO SHOT LIBERTY VALANCE (John Ford, 1962)
Bemerkenswert allenfalls wie hier die Legende demontiert wird, ein Thema, das Sergie Leone in den folgenden Jahren - wenn auch aus einer anderen Sichtweise heraus - in seiner Dollar-Trilogie aufgreifen sollte. Stoddards beeindruckende Karriere gründet sich alleine auf den Verdienst, das Städtchen Shinbone von Liberty Valance erlöst zu haben, wobei sich dann am Ende herausstellt, dass er gar nicht derjenige war, der Valance erschossen hat. Doch als der Journalist die Wahrheit erfährt, vernichtet er die Aufzeichnungen und hält lieber an der Legende fest. Genauso wie Fords Western weniger an einer realistischen Darstellung des Westens interessiert waren als vielmehr der Legendenbildung Vorschub leisteten.
07 September 2007
ZODIAC (David Fincher, 2007)
02 September 2007
LA RESA DEI CONTI (Sergio Sollima, 1966)
Eine echte Bereicherung hingegen war mal wieder der tolle Score von Morricone. Lee van Cleef sehe ich auch gerne, obwohl er mir in der Rolle des Bösen besser gefällt. Hier liefert er sich jedenfalls ein tolles Duell mit Thomas Milian, der den Gejagten Cuchillo als charmantes Schlitzohr verkörpert. So richtig gepackt hat mich der Film trotzdem nicht, wobei ich jetzt nicht genau sagen kann warum. Vielleicht lag's doch an der Synchro.
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