Ein klassischer Western mit einem gewohnt charmanten Errol Flynn in der Hauptrolle und Bogart als Anführer einer Banditenhorde. Erwähnenswert sind die gute Story und die souveränen Darstellerleistungen. Nur sind leider klassische Western nicht so mein Ding (von einigen herausragenden Genrevertretern mal abgesehen), so dass sich meine Begeisterung in Grenzen hält. Solide Unterhaltung sicherlich, mehr aber nicht.
31 Dezember 2007
30 Dezember 2007
DARK PASSAGE (Delmer Daves, 1947)
29 Dezember 2007
HIGH SIERRA (Raoul Walsh, 1941)
Ordentlicher Gangsterfilm mit einem gewohnt souveränen Bogart. Allerdings ist der Mittelteil recht zäh geraten, der Nebenplot mit der Operation des Klumpfußes wäre meiner Meinung nach entbehrlich gewesen und zieht das Ganze unnötig in die Länge. Dafür wird man dann mit der fulminanten Verfolgungsjagd am Schluss entschädigt.
Die Synchro war eine mittlere Zumutung und trübte den Filmspaß doch erheblich. Schade, dass 3Sat bei der tollen Bogart-Reihe nicht die Möglichkeit anbietet, die Filme im O-Ton anzusehen.
28 Dezember 2007
THE BIG SLEEP (Howard Hawks, 1946)
25 Dezember 2007
RYAN'S DAUGHTER (David Lean, 1970)
Auffällig sind die Parallelen zwischen Rosy Ryan und Adela Quested aus Leans letztem Film A Passage to India. Beide sind mit ihren jeweiligen Männern unzufrieden und stürzen sich auf der Suche nach der sexuellen Erfüllung selbst ins Unglück – auf unterschiedliche Weise natürlich. Die Klasse von A Passage to India erreicht Ryan's Daughter dabei nicht ganz, aber die seinerzeit teilweise sehr harschen Kritiken hat der Film nicht verdient. Auch wenn er inzwischen quasi rehabilitiert ist und bei den Liebhabern von Leans Filmen den Status erreicht hat, den er verdient, waren diese völlig überzogenen Kritiken der Grund dafür, dass einer der größten Regisseure, die die Welt je gesehen hat, eine Schaffenspause von fast 14 Jahren einlegte. Und das ist angesichts der Klasse seiner Filme beinahe als tragisch zu bezeichnen.
21 Dezember 2007
THE ITALIAN JOB ( Peter Collinson, 1969)
Die eigentlich spektakuläre Flucht mit den Minis wird ihrer Wirkung durch die dämliche Musik und die holprige Inszenierung vollständig beraubt und zieht sich beinahe endlos in die Länge. Lediglich das Ende ist gelungen, ein Cliffhanger im wahrsten Sinne des Wortes, aber retten kann er den Film dann auch nicht mehr. Da war selbst das dürftige 2003er Remake unterhaltsamer. Die DVD ist ein klarer Fall für ebay.
17 Dezember 2007
THE SHAWSHANK REDEMPTION (Frank Darabont, 1994)
The Shawshank Redemption zählt zu den ganz wenigen Filmen, die nicht den geringsten Makel aufweisen, von vorne bis hinten schlichtweg perfekt sind und auch nach der zehnten Sichtung noch die gleiche Magie entfalten wie bei der ersten. Ein zeitlos schönes Monument gegen die Hoffnungslosigkeit.
15 Dezember 2007
THE DRIVER (Walter Hill, 1978)
10 Dezember 2007
ALEXANDER - Final Cut (Oliver Stone, 2004)
07 Dezember 2007
DRACULA: PRINCE OF DARKNESS (Terence Fisher, 1966)
Draculas Auferstehung schließlich ist für die damalige Zeit recht effektiv in Szene gesetzt und sorgt dann letztlich doch noch für den wohligen Schauer, der sich bei jedem Terence-Fisher-Film früher oder später einstellt. Eine rundum gelungene Fortsetzung also, bei der alles richtig gemacht wurde.
03 Dezember 2007
MIAMI VICE (Michael Mann, 2006)
Gefiel mir etwas besser als bei der Erstsichtung, dennoch ist Miami Vice nur wenig mehr als ein solider Cop-Thriller. Von Michael Mann erwarte ich immer das Besondere, das Außergewöhnliche, und besonders oder gar außergewöhnlich ist hier nicht viel.
Manns Stil ist zwar unverkennbar, audiovisuell ist der Film wieder einmal ein Genuss. Die Story dagegen ist typische US-Standardware, schon hundertmal gesehen, die Charaktere sind stereotyp und flach, die Darsteller solide, aber nicht herausragend. Als Film an sich ok, als Michael-Mann-Film doch eher enttäuschend.
25 November 2007
DEATH PROOF (Quentin Tarantino, 2007)
Die große Verfolgungsjagd im letzten Drittel ist derart mitreißend inszeniert, dass man sie getrost auf eine Stufe mit den ganz großen Autorennen der Filmgeschichte stellen kann, was ja auch das erklärte Ziel des Meisters war, wie er im Interview auf der DVD erklärt. Ach ja, noch was: ich hatte ganz vergessen, wie schön stylisch das Rauchen einer Zigarette in Schwarzweiß sein kann.
21 November 2007
PLANET OF THE APES (Tim Burton, 2001)
19 November 2007
DA HONG DENG LONG GAO GOA GUA/Rote Laterne (Zhang Yimou, 1991)
Ein formal sehr schöner, aber auch bedrückender Film. Die DVD wandert auf meine Kaufliste.
18 November 2007
THE NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS (Henry Selick, 1993)
Ein toll gemachtes Puppenmusical mit irrwitzigen Dialogen, skurrilen Figuren und faszinierendem Detailreichtum. Obwohl Tim Burton nicht Regie geführt hat, ist sein Einfluss an allen Ecken und Enden spürbar. Danny Elfmans Score ist phänomenal, die musikalischen Darbietungen phantastisch und obendrein leiht er noch der Figur des Jack Skellington seine Stimme während dessen Gesangspassagen. Witzig auch die zahlreichen Anspielungen auf die früheren Burton-Filme.
Ein rundum gelungener Spaß, der zwar etwas kurz geraten ist, dafür aber eine solche Fülle an Ideen und Gags in sich vereint, wie viele andere Filme sie in der doppelten Zeit nicht bieten.
15 November 2007
GET CARTER (Mike Hodges, 1971)
Dennoch konnte mich der Film zu keiner Zeit fesseln, und so machte sich schnell Langweile breit. Außerdem hatte ich Probleme, die ganzen Personen auseinanderzuhalten, aber das ist vermutlich der leichten Müdigkeit geschuldet, die mich während der Sichtung heimsuchte. Und der Film selbst konnte leider nichts dazu beitragen, diese Müdigkeit zu vertreiben. Vielleicht lag es daran, dass ausnahmslos alle Figuren völlig unsympathisch rüberkommen, auch mit Michael Caine konnte ich mich nicht identifizieren, und so wurde es mir mit zunehmender Spieldauer immer gleichgültiger, wer denn nun seinen Bruder ermordet hat.
Erwähnenswert lediglich die für die damalige Zeit recht krassen Gewalt- und Sexszenen sowie der gelungene Schluss, den ich so nicht erwartet hatte.
14 November 2007
A STREETCAR NAMED DESIRE (Elia Kazan, 1951)
11 November 2007
DEMENTIA 13 (Francis Ford Coppola, 1963)
02 November 2007
SIN CITY (Robert Rodriguez, 2005)
21 September 2007
APOCALYPSE NOW (Francis Ford Coppola, 1979)
The horror... the horror...
Jedenfalls führte mir mein Missgeschick noch deutlicher als bei der
letzten Redux-Sichtung vor Augen, dass die Plantagen-Szene ein
Fremdkörper ist und den Filmfluss nicht nur merklich hemmt, sondern vor
allem auch die bis dahin vorherrrschende bedrohliche Atmosphäre deutlich
abkühlt. Damit keine Zweifel aufkommen: die Szene ist wunderschön
fotografiert und toll gespielt, aber sie passt einfach nicht zum Rest
des Films. Lustigerweise bezeichnet Coppola im Bonus-Material die
Redux-Fassung als eine surreale Version des Kino-Cuts und hier führt er
als Beleg insbesondere die Plantagenszene ins Feld. Ich bin genau der
gegenteiligen Meinung: die Redux-Fassung mit ihren zahlreichen
Ergänzungen hat nicht nur weniger Tempo, sondern wirkt auch
bodenständiger. Alles in allem hat mich die gestrige Sichtung in meiner
Meinung bestärkt, dass die Kinofassung der Redux-Fassung überlegen ist.
Im Gegensatz zur gängigen Meinung sehe ich Apocalypse Now
nicht in erster Linie als Kriegsfilm, sondern vielmehr als Reise in den
Wahnsinn - eben wie der Titel der Romanvorlage schon sagt: eine Reise
ins Herz der Finsternis. Coppola inszenierte diese Reise wie einen
schlechten Drogen-Trip, einen surrealen Fiebertraum, in dem die Grenzen
zwischen richtig und falsch, zwischen Vernunft und Wahnsinn immer mehr
verschwimmen. Charging a man with murder in this place was like handing out speeding tickets in the Indy 500 sagt Willard und trifft dabei den Nagel auf den Kopf. If
that's how Kilgore fought the war I began to wonder what they really
had against Kurtz. It wasn't just insanity and murder, there was enough
of that to go around for everyone. Natürlich merkt Willard sehr
bald, dass die Militärführung Kurtz deshalb töten lassen will, weil er
nicht das macht, was sie ihm sagen, weil er sich nicht mehr von ihnen
kontrollieren lässt. Der beste Dialog des Films kommt dann kurz vor
Schluss, als Kurtz Willard nach seinem Auftrag fragt. They told me that you had gone totally insane, and that your methods were unsound sagt er, worauf Kurtz ihn fragt: Are my methods unsound? - I don't see any method at all
entgegnet Willard. Eine Aussage, die nicht nur Kurtz‘ Verhalten
beschreibt, sondern den gesamten Vietnamkrieg in sieben Worten
charakterisiert.
Apocalypse Now zählt ohne Zweifel zu Coppolas besten Arbeiten und ist ein Film, der mit jeder Sichtung wächst. Der arg strapazierte Begriff "Meisterwerk" ist hier durchaus angebracht.
21 August 2007
TUCKER: THE MAN AND HIS DREAM (Francis Ford Coppola, 1988)
The car of tomorrow... today.
Coppola hält sich weitgehend an die tatsächlichen Geschehnisse, nimmt sich jedoch gegen Ende auch einige dramaturgische Freiheiten. Wenn man sich den oben bereits erwähnten Werbefilm ansieht, der auf der hervorragenden DVD von Paramount als Bonus enthalten ist, merkt man wie detailversessen Coppola gearbeitet hat. Die Szene, in der der Proto-Typ des Tucker der Öffentlichkeit vorgestellt wird, ist beinahe eine exakte Kopie der echten Szene, inklusive der unfreiwilligen Champagnerdusche.
Tucker ist ein mitreißender, wunderschön fotografierter Film über den visionären Autobauer, dessen Ideen damals revolutionär waren und heute Standard in jedem Auto sind (Sicherheitsgurte, Scheibenbremsen, Benzineinspritzung, etc.). Besonders ergreifend fand ich sein Plädoyer am Ende der Gerichtsverhandlung, wo er es mit nur wenigen Sätzen schafft, den ganzen Saal für sich einzunehmen.
22 Juli 2007
RUMBLE FISH (Francis Ford Coppola, 1983)
Blind terror in a fight can easily pass for courage.
Die Story um den orientierungslosen Rusty James und seinen
von ihm nahezu vergötterten Bruder Motorcycle Boy ist eigentlich nichts
Außergewöhnliches, und sie ist im Grunde genommen auch nicht wichtig.
Weitaus interessanter sind stilistischen Mittel, derer sich Coppola
bedient, und die Rumble Fish recht deutlich von
seinem übrigen Schaffen abgrenzen. Es gibt viele schräge Kamerawinkel,
sowie zahlreiche Aufnahmen aus der Frosch- oder Vogelperspektive. Das
Motiv der im Zeitraffer über den Himmel jagenden Wolken taucht immer
wieder auf, ebenso die häufigen Close-Ups auf Uhren. Auch der Score von
Stewart Copeland ist ziemlich abgefahren. Neben seiner Farbenblindheit
hat der Motorycle Boy auch ein Problem mit dem Hören, was Coppola immer
wieder zum Anlass nimmt, einzelne Szenengeräusche extrem in den
Vordergrund zu spielen, wie z. B. das überlaute Klackern der
Schreibmaschinen in der Szene, wo Rusty James der Schule verwiesen wird.
Eine besondere Erwähnung verdient Nicolas Cage, denn dies ist der
einzige Film, in dem er mir nicht tierisch auf den Senkel geht.
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