Ein klassischer Western mit einem gewohnt charmanten Errol Flynn in der Hauptrolle und Bogart als Anführer einer Banditenhorde. Erwähnenswert sind die gute Story und die souveränen Darstellerleistungen. Nur sind leider klassische Western nicht so mein Ding (von einigen herausragenden Genrevertretern mal abgesehen), so dass sich meine Begeisterung in Grenzen hält. Solide Unterhaltung sicherlich, mehr aber nicht.
31 Dezember 2007
Sammeleintrag 2007
THE FOUNTAIN (Darren Aronofsky, 2006)
The Fountain bietet zwar interessante Ansätze, verliert sich jedoch vor allem zum Ende hin immer mehr in esoterischem Kitsch. Insgesamt zwar nicht schlecht, aber kein Film, den ich nochmal sehen muss.
SHAO LIN SAN SHIH LIU FANG/Die 36 Kammern der Shaolin (Liu Chia-Liang, 1978)
Mit Kung-Fu-Filmen konnte ich noch nie viel anfangen, und so lief dieser allgemein als Klassiker gehandelte Streifen dermaßen an mir vorbei, dass mir noch nicht mal etwas einfällt, was ich darüber schreiben könnte, außer dass ich mich königlich gelangweilt habe.
DUEL (Steven Spielberg, 1971)
Spielbergs Debut fesselt von der ersten Minute an und lässt den Zuschauer bis zum Ende nicht mehr los. Geniale Idee, mit einfachen Mitteln äußerst effektiv und spannend umgesetzt. Dabei profitiert der Film vor allem davon, dass man den Fahrer des Trucks nie zu Gesicht bekommt. Dennis Weaver übertreibt zwar stellenweise etwas mit seiner Darstellung, überzeugt insgesamt aber in der Rolle des Gejagten und trägt den Film souverän über die knapp 90 Minuten.
YI GE DOU BU NENG SHAO/Keiner weniger (Zhang Yimou, 1999)
Ein ungemein sympathischer Film von Zhang Yimou mit einer ebenso simplen wie ergreifenden Story, ausladenden Bildern und überzeugenden Laiendarstellern, die allesamt vollkommen glaubwürdig agieren und sehr authentisch wirken – vermutlich gerade weil sie keine Profis sind. Zhang kritisiert das chinesische Schulsystem und die immer noch weit verbreitete Armut unter der Landbevölkerung ohne den Holzhammer auszupacken. Er legt den Finger auf die Wunde, aber er streut kein Salz hinein. Schöner Film.
ROCKY (John G. Avildsen, 1976)
Im direkten Vergleich mit dem kürzlich gesicheteten Raging Bull fiel mir auf, wie unbeholfen die Box-Sequenzen inszeniert sind. Aber Rocky ist weniger ein Film über das Boxen als vielmehr über den amerikanischen Traum, der hier durch den Aufstieg des Straßenboxers und Geldeintreibers Rocky Balboa zum geachteten Gegner des amtierenden Boxweltmeisters Apollo Creed symbolisiert wird. Im Grunde genommen könnte Rocky aber auch jeden anderen Beruf ausüben - der Film würde ähnlich funktionieren.
ABSOLUTE POWER (Clint Eastwood, 1997)
Lässt man die völlig abstruse Handlung außen vor, ist Eastwood ein feiner kleiner Thriller gelungen. Zwischen seinen Großtaten findet er ja immer wieder Zeit für sauber inszenierte, routinemäßig heruntergekurbelte Streifen, die gute und spannende, aber auch anspruchslose Unterhaltung bieten. Absolute Power ist einer davon, und seinen Zweck erfüllt er zweifellos. Mehr aber auch nicht.
PAPILLON (Franklin J. Schaffner, 1973)
Nett gemachter Abenteuerfilm mit einigen Längen, dessen großes Plus die tollen Originalschauplätze in Süd- und Mittelamerika sind. Und natürlich ein gewohnt überzeugender Steve McQueen. Dustin Hoffman mochte ich ja noch nie. Hier ist er einigermaßen zu ertragen.
THE PURPLE PLAIN (Robert Parrish, 1954)
Leidlich spannender Abenteuerfilm, der durch die überflüssige Liebesgeschichte allerdings zu viel Ballast mit sich rumschleppt. Dadurch kommt der eigentlich interessante Teil - der Marsch durch den burmesischen Dschungel - etwas zu kurz. Trotzdem ganz nett.
CODE 46 (Michael Winterbottom, 2003)
Interessantes Thema, aus dem man mehr hätte machen können. Mein Hauptproblem mit dem Film ist, dass ich Winterbottom die Liebesgeschichte zwischen Tim Robbins und dem hässlichen Glatzkopf einfach nicht abnehme. Sie wirkt unglaubwürdig. Die Chemie stimmt nicht zwischen den Darstellern und so will der Funke nicht überspringen. Dennoch ein interessanter Ansatz.
THE HOUND OF THE BASKERVILLES (Terence Fisher, 1959)
Die perfekte Unterhaltung für einen verregneten Sonntagnachmittag. Die tolle Atmosphäre, der der Kunstnebel über dem Moor zugute kommt, und das famose Darstellerduo Cushing und Lee haben mich schon als Kind begeistert. Ich weiß gar nicht, wie oft ich den Film schon gesehen habe, aber auch nach der x-ten Sichtung zeigen sich keine Abnutzungserscheinungen. Immer noch ein großer Spaß!
MAN CHENG JIN DAI HUANG JIN JIA/Curse of the golden Flower (Zhang Yimou, 2006)
Ein weiterer wunderbarer Film von Zhang Yimou, der gekonnt die Aspekte des traditionellen Dramas im Stile Shakespeares mit atemberaubenden Martial-Arts-Szenen kombiniert. Optisch wie immer ein Genuss, mit opulenter Ausstattung und überzeugenden darstellerischen Leistungen, allen voran Chow Yun Fat und Gong Li.
PIRATES OF THE CARIBBEAN: Dead Man's Chest (Gore Verbinski, 2006)
Nach dem hervorragenden ersten Teil war die Enttäuschung absehbar. Und tatsächlich gelingt es Verbinski in der Fortsetzungen nur noch ganz selten, an die Klasse des Vorgängers anzuknüpfen. Stattdessen dominiert der Klamauk, was in nur schwer erträglichen Szenen wie dem Kampf auf dem Mühlrad gipfelt. Die Special Effects dagegen können restlos überzeugen. Insbesondere die Kämpfe mit dem Riesenkraken sind toll in Szene gesetzt. Unter dem Strich war mir das zu wenig, und so teilt Dead Man's Chest das Schicksal vieler Fortsetzungen.
SHURAYUKIHIME/Lady Snowblood (Toshiya Fujita, 1973)
Belangloses Rachefilmchen, das durch Tarantinos Kill Bill nachträglich unverdienten Kultstatus erlangte. Sehr löblich von Vox, den Film ungeschnitten, anamorph, im Originalbildformat und im japanischen Originalton mit Untertiteln auszustrahlen.
MUXMÄUSCHENSTILL (Marcus Mittermeier, 2004)
Nette Idee, die jedoch amateuerhaft und völlig unglaubwürdig in Szene gesetzt wurde. Dennoch ganz unterhaltsam. Wanda Perdelwitz ist süß.
SUSPIRIA (Dario Argento, 1977)
Das war er also, der berühmt-berüchtigte Suspiria. Die Kraft der tollen Bilder wird leider gnadenlos durch den albernen Goblin-Score zerstört. Auch die einfallslose Hexen-Story weiß nicht dauerhaft zu fesseln. Vielleicht habe ich ja wichtige Details verpasst, aber ich fand den Film zum Gähnen langweilig.
30 Dezember 2007
DARK PASSAGE (Delmer Daves, 1947)
29 Dezember 2007
HIGH SIERRA (Raoul Walsh, 1941)
Ordentlicher Gangsterfilm mit einem gewohnt souveränen Bogart. Allerdings ist der Mittelteil recht zäh geraten, der Nebenplot mit der Operation des Klumpfußes wäre meiner Meinung nach entbehrlich gewesen und zieht das Ganze unnötig in die Länge. Dafür wird man dann mit der fulminanten Verfolgungsjagd am Schluss entschädigt.
Die Synchro war eine mittlere Zumutung und trübte den Filmspaß doch erheblich. Schade, dass 3Sat bei der tollen Bogart-Reihe nicht die Möglichkeit anbietet, die Filme im O-Ton anzusehen.
28 Dezember 2007
THE BIG SLEEP (Howard Hawks, 1946)
25 Dezember 2007
RYAN'S DAUGHTER (David Lean, 1970)
Auffällig sind die Parallelen zwischen Rosy Ryan und Adela Quested aus Leans letztem Film A Passage to India. Beide sind mit ihren jeweiligen Männern unzufrieden und stürzen sich auf der Suche nach der sexuellen Erfüllung selbst ins Unglück – auf unterschiedliche Weise natürlich. Die Klasse von A Passage to India erreicht Ryan's Daughter dabei nicht ganz, aber die seinerzeit teilweise sehr harschen Kritiken hat der Film nicht verdient. Auch wenn er inzwischen quasi rehabilitiert ist und bei den Liebhabern von Leans Filmen den Status erreicht hat, den er verdient, waren diese völlig überzogenen Kritiken der Grund dafür, dass einer der größten Regisseure, die die Welt je gesehen hat, eine Schaffenspause von fast 14 Jahren einlegte. Und das ist angesichts der Klasse seiner Filme beinahe als tragisch zu bezeichnen.
21 Dezember 2007
THE ITALIAN JOB ( Peter Collinson, 1969)
Die eigentlich spektakuläre Flucht mit den Minis wird ihrer Wirkung durch die dämliche Musik und die holprige Inszenierung vollständig beraubt und zieht sich beinahe endlos in die Länge. Lediglich das Ende ist gelungen, ein Cliffhanger im wahrsten Sinne des Wortes, aber retten kann er den Film dann auch nicht mehr. Da war selbst das dürftige 2003er Remake unterhaltsamer. Die DVD ist ein klarer Fall für ebay.
17 Dezember 2007
THE SHAWSHANK REDEMPTION (Frank Darabont, 1994)
The Shawshank Redemption zählt zu den ganz wenigen Filmen, die nicht den geringsten Makel aufweisen, von vorne bis hinten schlichtweg perfekt sind und auch nach der zehnten Sichtung noch die gleiche Magie entfalten wie bei der ersten. Ein zeitlos schönes Monument gegen die Hoffnungslosigkeit.
15 Dezember 2007
THE DRIVER (Walter Hill, 1978)
10 Dezember 2007
ALEXANDER - Final Cut (Oliver Stone, 2004)
07 Dezember 2007
DRACULA: PRINCE OF DARKNESS (Terence Fisher, 1966)
Draculas Auferstehung schließlich ist für die damalige Zeit recht effektiv in Szene gesetzt und sorgt dann letztlich doch noch für den wohligen Schauer, der sich bei jedem Terence-Fisher-Film früher oder später einstellt. Eine rundum gelungene Fortsetzung also, bei der alles richtig gemacht wurde.
03 Dezember 2007
MIAMI VICE (Michael Mann, 2006)
Gefiel mir etwas besser als bei der Erstsichtung, dennoch ist Miami Vice nur wenig mehr als ein solider Cop-Thriller. Von Michael Mann erwarte ich immer das Besondere, das Außergewöhnliche, und besonders oder gar außergewöhnlich ist hier nicht viel.
Manns Stil ist zwar unverkennbar, audiovisuell ist der Film wieder einmal ein Genuss. Die Story dagegen ist typische US-Standardware, schon hundertmal gesehen, die Charaktere sind stereotyp und flach, die Darsteller solide, aber nicht herausragend. Als Film an sich ok, als Michael-Mann-Film doch eher enttäuschend.
25 November 2007
DEATH PROOF (Quentin Tarantino, 2007)
Die große Verfolgungsjagd im letzten Drittel ist derart mitreißend inszeniert, dass man sie getrost auf eine Stufe mit den ganz großen Autorennen der Filmgeschichte stellen kann, was ja auch das erklärte Ziel des Meisters war, wie er im Interview auf der DVD erklärt. Ach ja, noch was: ich hatte ganz vergessen, wie schön stylisch das Rauchen einer Zigarette in Schwarzweiß sein kann.
21 November 2007
PLANET OF THE APES (Tim Burton, 2001)
19 November 2007
DA HONG DENG LONG GAO GOA GUA/Rote Laterne (Zhang Yimou, 1991)
Ein formal sehr schöner, aber auch bedrückender Film. Die DVD wandert auf meine Kaufliste.
18 November 2007
THE NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS (Henry Selick, 1993)
Ein toll gemachtes Puppenmusical mit irrwitzigen Dialogen, skurrilen Figuren und faszinierendem Detailreichtum. Obwohl Tim Burton nicht Regie geführt hat, ist sein Einfluss an allen Ecken und Enden spürbar. Danny Elfmans Score ist phänomenal, die musikalischen Darbietungen phantastisch und obendrein leiht er noch der Figur des Jack Skellington seine Stimme während dessen Gesangspassagen. Witzig auch die zahlreichen Anspielungen auf die früheren Burton-Filme.
Ein rundum gelungener Spaß, der zwar etwas kurz geraten ist, dafür aber eine solche Fülle an Ideen und Gags in sich vereint, wie viele andere Filme sie in der doppelten Zeit nicht bieten.
15 November 2007
GET CARTER (Mike Hodges, 1971)
Dennoch konnte mich der Film zu keiner Zeit fesseln, und so machte sich schnell Langweile breit. Außerdem hatte ich Probleme, die ganzen Personen auseinanderzuhalten, aber das ist vermutlich der leichten Müdigkeit geschuldet, die mich während der Sichtung heimsuchte. Und der Film selbst konnte leider nichts dazu beitragen, diese Müdigkeit zu vertreiben. Vielleicht lag es daran, dass ausnahmslos alle Figuren völlig unsympathisch rüberkommen, auch mit Michael Caine konnte ich mich nicht identifizieren, und so wurde es mir mit zunehmender Spieldauer immer gleichgültiger, wer denn nun seinen Bruder ermordet hat.
Erwähnenswert lediglich die für die damalige Zeit recht krassen Gewalt- und Sexszenen sowie der gelungene Schluss, den ich so nicht erwartet hatte.
14 November 2007
A STREETCAR NAMED DESIRE (Elia Kazan, 1951)
11 November 2007
DEMENTIA 13 (Francis Ford Coppola, 1963)
02 November 2007
SIN CITY (Robert Rodriguez, 2005)
JAMES-BOND-REIHE: FAZIT
Kurz noch ein Wort zu den Regisseuren: der wichtigste und beste Bondregisseur war natürlich Terence Young, der nicht nur die ersten beiden Bonds gemacht hat, sondern auch den Stil der Serie prägte und bis heute prägt. Die Zeit nach Young gehörte zunächst Guy Hamilton und Lewis Gilbert, die sich in der Regie quasi abwechselten. Hier geht der Punkt natürlich klar an Hamilton, der unter dem Strich einfach die besseren Filme machte, während Gilberts drei Beiträge allesamt zu den schwächeren der Reihe gehören. Anschließend übernahm John Glen das Ruder, der die Bondserie souverän durch die 80er Jahre steuerte. Danach war es dann mit der Kontinuität auf dem Regiesessel vorbei, so dass nur noch Martin Campbell einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen konnte, der bei zwei Filmen Regie geführt hat.
01 November 2007
JAMES-BOND-REIHE #21: CASINO ROYALE (Martin Campbell, 2006)
29 Oktober 2007
JAMES-BOND-REIHE #20: DIE ANOTHER DAY (Lee Tamahori, 2002)
27 Oktober 2007
HIGH PLAINS DRIFTER (Clint Eastwood, 1973)
It's what people know about themselves inside that makes 'em afraid.
26 Oktober 2007
JAMES-BOND-REIHE #19: THE WORLD IS NOT ENOUGH (Michael Apted, 1999)
24 Oktober 2007
JAMES-BOND-REIHE #18: TOMORROW NEVER DIES (Roger Spottiswoode, 1997)
Hinzu kommt, dass der Film trotz der zahlreichen Actionszenen ziemlich langweilig ist. Vor allem die erste Hälfte in Hamburg ist schwach. Bei der Verfolgungsjagd mit dem ferngesteuerten Auto im Parkhaus kracht es zwar ständig, aber unter mitreißender Action verstehe ich etwas anderes. Auch das Finale auf dem Stealthboot hat mir nicht sonderlich gefallen, gab es ähnliche Showdowns doch schon in etlichen Vorgängerfilmen. Nur die Jagd durch Saigon mit dem Motorrad und die anschließende Prügelei haben mir richtig Spaß gemacht. Zu wenig für 115 Minuten Film.
22 Oktober 2007
JAMES-BOND-REIHE #17: GOLDENEYE (Martin Campbell, 1995)
Dazu tragen auch die für Bondverhältnisse erstaunlich guten Dialoge bei, wie z. B. die Unterhaltung zwischen ihm und Sean Bean über die jeweiligen Motive für ihr Handeln. Da pariert Janus Bonds Frage nach dem Warum ganz souverän mit der Gegenfrage, ob die zahlreichen Wodka Martini die Schreie der getöteten Männer übertönen könnten oder die zahlreichen Frauen diejenigen vergessen machten, die Bond nicht retten konnte. Und auch die Unterhaltungen mit M und später am Strand mit Natalya verleihen der Figur James Bond einen Anflug von Tiefe.
20 Oktober 2007
JAMES-BOND-REIHE #16: LICENCE TO KILL (John Glen, 1989)
Und jetzt bin ich mal gespannt, wie sich Mr. Brosnan so schlagen wird, denn inzwischen habe ich alle 21 Bonds auf DVD, so dass ich meine Reihe bis zum bitteren (?) Ende durchziehen werde.
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