Go to hell, you son of a bitch!
Ein B-Movie-Western, produziert von der ehemaligen MMA-Kämpferin Gina Carano, die nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern offenbar auch sonst die kreative Hoheit über das Projekt hatte.
Die Grundidee der Story ist gar nicht schlecht, aber unverkennbar auf Carano zugeschnitten. Ihre Figur ist der alleinige Dreh- und Angelpunkt, während ihr Mann – eigentlich das Ziel der Räuberbande – fast zur Randfigur degradiert wird. Realismus sollte man ohnehin nicht erwarten. Dass eine Farmersfrau auf kurze Distanz kaum etwas trifft, kann man noch durchwinken. Aber dass eine bis an die Zähne bewaffnete Belagerungstruppe es nicht schafft, mit ihr, einem halbwüchsigen Jungen und einem Säugling fertigzuwerden, ist schon harter Tobak. Alle Beteiligten sind zudem erstaunlich hart im Nehmen. Selbst schwerstverwundet wird weitegekämpft als sei nichts gewesen. Ein frisch verlorenes Auge oder ein Bauchschuss? Kinderkram, mit dem man sich nicht lange aufhält.
Trotz all dieser Schwächen und der bestenfalls mittelmäßigen Darstellerleistungen ist das Ganze überraschend unterhaltsam. Carano sieht immer noch gut aus, inzwischen allerdings recht üppig - was in starkem Kontrast zu den kargen Lebensumständen der kleinen Farmerfamilie steht. Und Belagerungsszenarien haben für mich ohnehin ihren Reiz. Kann man sich also durchaus mal anschauen. Muss man aber nicht.
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