Everybody ends up dead, just a matter of when.
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Hills Remake des Kurosawa-Films
Yojimbo verlagert
die um einige zusätzliche Elemente angereicherte Handlung in das
heruntergekommene Wüstenkaff Jericho in der Nähe der mexikanischen
Grenze. Obwohl zur Zeit der Prohibition angesiedelt und damit kein
klassischer Western sind es doch die Western-Elemente, die den Film
dominieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Hill-Filmen, in denen die
Actionsequenzen oft entschleunigt sind, bricht die Gewalt hier meist
eruptiv aus den Protagonisten hervor und steht damit in krassem
Gegensatz zu der trägen Erzählweise. Die Schießereien starten oft völlig
unvermittelt ohne Vorwarnung und sind äußerst dynamisch inszeniert.
Hill ist nicht an einer Charakterstudie interessiert, vielmehr stehen
für ihn ästhetische Aspekte im Vordergrund. Staub, Dreck und Wüstensand
sind jederzeit präsent und prägen den extrem stylischen Look des Films.
Zynische Oneliner und wüste Schießereien – garniert von einem
akzentuiert eingesetzten, großartigen Score.
Die Figur des „John Smith“
bleibt oberflächlich; man erfährt nicht einmal seinen echten Namen.
Willis' Verkörperung des skrupellosen, opportunistischen Gangsters, der
nur an seinem eigenen Vorteil interessiert ist, um dann doch wegen einer
Frau gegen seine Prinzipien zu verstoßen, ist eine der besten
Leistungen seiner Karriere. Kongenial ergänzt wird er dabei von
Christopher Walken, der einmal mehr in seiner Paraderolle glänzt.
Last Man Standing ist meiner Meinung nach Walter
Hills bester Film, auch wenn ich mit dieser Einschätzung vermutlich
alleine dastehe. Und wie nach jeder bisherigen Sichtung musste ich mich
zusammenreißen, um nicht gleich nach dem Abspann die DVD von Neuem zu
starten. Schlichtweg großartig.
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