I was perfect.
Black Swan weist einige Parallelen zu The Wrestler auf, sowohl auf der formalen Ebene (Aufnahmen mit der Handkamera, die
der Hauptfigur folgt, teils körniges Bildmaterial) als auch auf der
inhaltlichen. Beide Protagonisten befinden sich auf einem
Selbstzerstörungstrip, wobei dieser bei The Wrestler der Aussichtslosigkeit des eigenen Daseins geschuldet ist, bei Black Swan dem unbedingten Willen, die eigenen Schwächen auszumerzen, dem bedingungslosen Streben nach Perfektion. Und so ist Black Swan
in erster Linie ein Film über Besessenheit, wobei dies nicht nur für
Nina gilt, sondern auch für ihre Mutter, die beinahe rund um die Uhr
über sie wacht und sie von allen äußeren Einflüssen abschirmt, die sich
negativ auf die Ballett-Karriere auswirken könnten. Ein ähnliches
Schicksal wie ihr eigenes - nämlich die Karriere zugunsten einer
ungewollten Schwangerschaft und der daraus resultierenden
Kindererziehung aufzugeben - soll ihrer Tochter erspart bleiben.
Schon bei der Sichtung der bisherigen Filme Aronofskys stellt sich rasch die Erkenntnis ein, dass Subtilität seine Sache nicht ist. Der Holzhammer darf es schon sein. Und so wählt er erwartungsgemäß drastische Bilder, um Ninas sich zunehmend steigernde Wahnvorstellungen umzusetzen. Hinzu kommt eine gewisse Erklärbär-Mentalität, die mir schon bei The Wrestler unangenehm aufgefallen ist. Auch dem unterbelichteten Zuschauer müssen schließlich die Zusammenhänge deutlich gemacht werden. Da erzählt dann schon mal der Direktor des Balletts den Tänzerinnen die Geschichte vom Schwanensee, als habe er keine professionellen Tänzerinnen sondern unbedarfte Schulmädchen vor sich. Wobei man generell sagen muss, dass die Dialoge nicht zu den Stärken des Films gehören - und das ist noch freundlich ausgedrückt. Doch schmälern all diese Schwächen das Vergnügen nur unmerklich.
Schon bei der Sichtung der bisherigen Filme Aronofskys stellt sich rasch die Erkenntnis ein, dass Subtilität seine Sache nicht ist. Der Holzhammer darf es schon sein. Und so wählt er erwartungsgemäß drastische Bilder, um Ninas sich zunehmend steigernde Wahnvorstellungen umzusetzen. Hinzu kommt eine gewisse Erklärbär-Mentalität, die mir schon bei The Wrestler unangenehm aufgefallen ist. Auch dem unterbelichteten Zuschauer müssen schließlich die Zusammenhänge deutlich gemacht werden. Da erzählt dann schon mal der Direktor des Balletts den Tänzerinnen die Geschichte vom Schwanensee, als habe er keine professionellen Tänzerinnen sondern unbedarfte Schulmädchen vor sich. Wobei man generell sagen muss, dass die Dialoge nicht zu den Stärken des Films gehören - und das ist noch freundlich ausgedrückt. Doch schmälern all diese Schwächen das Vergnügen nur unmerklich.
Natalie Portman trägt den Film praktisch alleine mit
ihrer schlichtweg atemberaubenden Performance. Dass sie dafür den Oscar
und zahlreiche weitere Preise eingeheimst hat, ist nicht mehr als
angemessen. Sie spielt die Rolle der Nina mit einer Intensität, dass
einem schon beim Zusehen angst und bange wird. Auch die übrigen
Darsteller geben sich keine Blöße und liefern tadellose Leistungen ab,
allen voran Barbara Hershey als Ninas vom Ehrgeiz zerfressene Mutter.
Black Swan gefällt mir noch eine ganze Ecke besser
als sein außerordentlich gelungener Vorgänger. Auf die weiteren Arbeiten
des Herrn Aronofsky darf man gespannt sein.
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