This rotten town... It soils everybody.
Unter dem Strich eine anspruchslose, aber auch
ziemlich unterhaltsame Mischung, die durchaus Spaß macht.
This rotten town... It soils everybody.
Unter dem Strich eine anspruchslose, aber auch
ziemlich unterhaltsame Mischung, die durchaus Spaß macht.
Im Mittelpunkt steht die namenlose Mutter, die man auch über die verkörperte Person im Film hinaus als Sinnbild dafür begreifen kann, wozu eine Mutter in der Lage ist und welche Opfer sie zu bringen willens ist, um ihr einziges Kind zu retten. Das ist manchmal lustig, meistens sehr spannend und zudem darstellerisch exzellent umgesetzt. Das Drehbuch ist erstklassig, und obwohl man auf Wendungen vorbereitet ist, weil die Story geradezu danach zu schreien scheint, kommen sie dann doch überraschend. Dabei bleibt die Figurenentwicklung jederzeit stimmig und nachvollziehbar.
Madeo ist bis zur gut sitzenden Schlusspointe ein origineller, wendungsreicher und extrem spannender Film, der meine ohnehin schon große Vorfreude auf Bongs Memories of Murder, der demnächst zur Sichtung ansteht, nochmal erheblich steigerte. Koreanisches Kino, wie ich es liebe.
Recht unterhaltsam ist das Ganze dennoch geworden. Die kurze Spieldauer und das hohe Tempo halten den Zuschauer bei der Stange, die Effekte sind ganz nett gemacht und Luke Evans hat durchaus Charisma. Lobenswert auch der gute Score des Deutsch-Iraners Ramin Djawadi, der die passende Untermalung für die größtenteils sehr ansehnlichen Bilder liefert.
Insgesamt ein ordentlicher Film, der jedoch viel von seinem Potential verschenkt.
You should never stop thinking about a life you've taken. It's the price you pay for taking it.
Die schneebedeckten Alpenlandschaften
bilden die perfekte Umgebung und Prochaska und sein Kameramann Thomas
Kienast setzen dies in farbreduzierten Bildern stimmungsvoll in Szene.
In Kombination mit der ruhigen - man möchte fast sagen: altmodischen -
Erzählweise und den souveränen Darstellerleistungen ergibt sich ein
harmonisches Gesamtbild. Wenn man dem Film etwas vorwerfen kann, dann
vielleicht das Fehlen jeglicher Überraschungsmomente. Die Handlung wird
spannend erzählt, bleibt jedoch vorhersehbar bis zum Schluss. Dies
vermag den hervorragenden Gesamteindruck aber nicht merklich zu trüben.
Hat mir gut gefallen.
Die Handlung setzt direkt nach dem Ende des ersten Teils ein. Im Gegensatz zum Vorgänger, bei dem die Handlung auf das Nötigste reduziert war und nur als Rahmenkonstrukt für die ausgedehnten Kampf- und Ballerszenen diente, wird dieses Mal deutlich mehr Wert auf die Entwicklung der Geschichte gelegt, wobei diese nicht immer schlüssig ist. Macht aber nichts. Action gibt es zwar wieder reichlich, doch wird sie etwas dosierter eingesetzt. Der Härtegrad wurde nochmal eine Stufe nach oben gedreht: The Raid 2 ist wirklich nichts für zartbesaitete Gemüter. Ansonsten setzt man weiterhin auf das Konzept des Vorgängers und bietet ausgedehnte Actionsequenzen, die gleichermaßen mitreißend inszeniert sind.
It's too early in the day to be killing princes.
Auf der Habenseite sind die aufwendigen Sets und Kostüme zu verbuchen sowie die Tatsache, dass man den Aspekt der direkten Einflussnahme der Götter ausgespart hat. Dadurch wirkt die Geschichte deutlich bodenständiger als die literarische Vorlage. Außerdem habe ich ja ganz grundsätzlich ein Faible für monumentale Schinken, daher kann ich auch Troy Einiges abgewinnen, auch wenn man aus dem Stoff deutlich mehr hätte machen können. Petersen ist eben nur ein solider Handwerker, und das sieht man dem Film jederzeit an.
I think I liked you better when you were a drunk.
Am Ende weiß man gar nicht, welchem
der beiden so unterschiedlichen Brüder man die Daumen drücken soll und
wünscht sich irgendwie, dass beide gewinnen mögen. Ein äußerst
intensives Filmerlebnis.
Unter narrativen Gesichtspunkten ist vor allem die Entwicklung interessant, die das Alien im Verlauf der 100 Minuten durchläuft. Das anfangs völlig gefühllose Wesen beobachtet die Verhaltensweisen der Menschen im Alltag und versucht zum Teil sie nachzuahmen, sehr schön zu erkennen in der Szene mit der Schwarzwälder Kirschtorte. Nach der Begegnung mit dem entstellten Mann wird es sich zunehmend seiner Einsamkeit bewusst. Zum Ende hin lichten sich die Nebelschleier etwas, doch überlässt Glazer Vieles der Interpretation des Zuschauers. Gut so. Völlig rätselhaft bleibt die Rolle des Motorradfahrers, der dem Alien zu helfen scheint, ohne dass seine genaue Funktion klar wird.
Es fällt mir schwer, die Gedanken, die mir nach der Sichtung durch den Kopf gingen, in zusammenhängende Worte zu fassen. Ein hochinteressanter Film, rätselhaft und geheimnisvoll zweifellos. Und eine Scarlett Johansson in Hochform: ungeschminkt, mit Pickeln im Gesicht und nackt mit erkennbar einigen Kilos zu viel auf den Hüften. Wobei gerade diese Unvollkommenheit ihren ganz eigenen Reiz hat. Dennoch: soviel Mut würde sicher nicht jedes Hollywood-Sternchen aufbringen.
Präsentiert wird dies alles in äußerst kurzweiliger Art von Peter Jackson selbst, der dabei u.a. vom ebenfalls aus Neuseeland stammenden Schauspieler Sam Neill, Miramax-Boss Harvey Weinstein und dem bekannten Filmhistoriker Leonard Maltin unterstützt wird. Die angeblich historischen Aufnahmen wirken dank digitaler Nachbearbeitung absolut authentisch, und man war sich nicht zu schade, sogar das Set des unvollendeten (ebenfalls fiktiven) Monumentalfilms Salome in liebevoller Kleinarbeit in einem abgelegenen Waldstück aufzubauen. Die vorgenannten Akteure sind alle mit großem Ernst bei der Sache, und doch merkt man ihnen den Spaß an, den sie ganz offensichtlich bei den Dreharbeiten hatten. Nicht zuletzt aufgrund der kurzen Laufzeit von 53 Minuten eine höchst unterhaltsame und witzige Angelegenheit, die eine weitere Facette des ungeheuer vielseitigen Filmemachers Peter Jackson offenbart.
Sehr gut gemachter Action-Reißer, der durch eine gelungene Mischung aus Schießereien und Martial-Arts-Szenen, durchsetzt mit intensiven Spannungssequenzen, überzeugt. Kämpfe und Schießereien sind toll choreografiert, gut geschnitten und lassen sich aufgrund der Handkamera quasi hautnah erleben. Die Handlungselemente sind auf das Notwendigste reduziert. Der in der indonesischen Hauptstadt Jakarta lebende Brite Gareth Evans verlässt sich in erster Linie auf die beeindruckenden Fähigkeiten seiner Kämpfer und die so entstandenen mitreißenden, adrenalingeschwängerten Kampfszenen. Das Tempo ist fast durchgehend hoch. Der Härtegrad ist deftig, aber nicht übertrieben ausgefallen.
Etwas ärgerlich ist die schlechte Bildqualität der deutschen Bluray von Koch Media, wobei mir nicht klar ist, ob das nur auf die Produktionsumstände zurückzuführen ist oder ob hier bei der Produktion geschlampt wurde. Trotz des niedrigen Budgets und der Tatsache, dass der Film in Indonesien gedreht wurde, hätte man hier sicher etwas mehr erwarten dürfen. Den Filmgenuss schmälert dies glücklicherweise nicht.
Actionszenen gibt es zwar einige, doch hält sich deren Unterhaltungswert sehr in Grenzen. Positiv zu erwähnen vielleicht noch die Vorstellung Bill Paxtons als Sergeant Farrell, der Mann ist immer eine Bank. Unter dem Strich ein immerhin halbwegs unterhaltsames Filmchen mit einer selten dämlichen Story, das zudem völlig ohne Spannungsmomente auskommt – muss man sich echt nicht anschauen.
We humans are more concerned with having than with being.
Die dem Film zugrunde liegende Idee ist an sich ganz witzig und Besson inszeniert die Geschehnisse in der ihm eigenen Art und Weise als irres Actionspektakel, das dem Zuschauer kaum eine Atempause gönnt.
What is it? Is it terrorists?
Die Erstverfilmung von Byron Haskin finde ich ganz furchtbar, da gefällt mir Spielbergs Variante trotz des vorhersehbar kitschigen Ausgangs deutlich besser. Da kann auch der wie immer unsympathische Tom Cruise nicht viel kaputtmachen, dem am Ende die Heldenrolle zugewiesen wird, indem er den Soldaten den entscheidenden Hinweis hinsichtlich der Deaktivierung des Schutzschildes der Tripoden gibt. Nach dem zuletzt gesichteten Pacific Rim gibt’s hier die nächste Volldröhnung – das Sounddesign ist ganz hervorragend, wozu auch der gute Score von Altmeister John Williams einen erheblichen Beitrag leistet. Kein Film, der einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt, aber allemal solide Unterhaltung für einen Sonntag Nachmittag.
Fortune favors the brave, dude.
Das Ganze
ist für meinen Geschmack etwas zu lang geraten, doch kann man Pacific Rim
einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Und wenn man einen
Film sucht, um seinen Subwoofer zu testen, liegt man hier auf jeden Fall
richtig. Eine solche Masse an extremen Tiefbass-Passagen ist mir schon
lange nicht mehr untergekommen.
You brought upon them only ruin and death.
Der letzte Teil der Hobbit-Trilogie hat nicht den Roadmovie-Charakter der beiden Vorgänger, die durch viele Ortswechsel gekennzeichnet waren. Vielmehr spielt sich fast die gesamte Handlung am und in der Nähe der Berges Erebor ab und stellt neben dem Konflikt um den Zwergenkönig Thorin, der durch das Gold dem Wahnsinn zu verfallen droht, die titelgebende große Schlacht in den Mittelpunkt, die trotz ihrer Länge sehr abwechslungsreich geraten ist. Neben den üblichen Massenszenen wird dem Kampf gegen die beiden Anführer der Orcs viel Raum eingeräumt und mit einigen schönen 3D-Effekten versehen. Zudem gibt es einige neue beeindruckende Kreaturen und diverse originelle Reittiere wie gepanzerte Steinböcke oder ein gezähmtes Wildschwein. Für mich überraschend war, dass einige der Protagonisten in der Schlacht ihr Leben lassen. Das kennt man von den LotR-Filmen ganz anders, wo die "Guten" am Ende alle davonkommen. Gut gelungen auch das Ende, das gekonnt zur Eröffnungsszene von The Fellowship of the Ring überleitet (Bilbos 111. Geburtstag).
The Battle of the Five Armies bildet damit einen hervorragenden Abschluss der Hobbit-Reihe, die zwar zu keiner Zeit an die LotR-Trilogie heranreichen kann - dafür ist die Story letztlich zu wenig gehaltvoll - insgesamt aber weitaus besser geworden ist, als vielfach erwartet worden war. Ich jedenfalls hatte meinen Spaß damit und sehe der extended Edition mit einiger Vorfreude entgegen.
I would rather have a dead son than a daffodil for a son.
It's a bird cage!
Viel mehr braucht es im Grunde auch nicht, denn Teil 3 funktioniert weitaus besser als sein Vorgänger. Sam Neill als Dr. Grant gibt einen deutlich charismatischeren Anführer ab als der spröde Jeff Goldblum, die Story-Elemente wurden zugunsten eines hohen Action-Anteils auf ein Minimum reduziert und ein paar richtig gute neue Saurier gibt es auch. Da wären nicht nur der Spinosaurus zu nennen, der den Tyrannosaurus als Obermotz ablöst und ihm gleich den Garaus macht, sondern vor allem auch die Pteranodon, auch wenn es nach den bisherigen Erkenntnissen der Forschung kaum vorstellbar ist, dass sie Säugetiere in der Größe eines Menschen angegriffen hätten. Aber damit nimmt es die Jurassic-Park-Reihe ja ohnehin nicht so genau: die Velociraptoren haben mit der wissenschaftlich beschriebenen Gattung nicht viel zu tun. Und die ihnen zugeschriebenen, sich von Film zu Film steigernden intellektuellen Fähigkeiten, sind völlig übertrieben. Die Szene gegen Ende, in der die Menschen von mehreren Raptoren umzingelt und zur Herausgabe der gestohlenen Eier gezwungen werden, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Dies ist aber der einzige richtige Schwachpunkt des Films.
Nicht zuletzt aufgrund der kurzen Spieldauer, der verbesserten Spezialeffekte und des völligen Verzichts auf unnötige Handlungsstränge unterhält Jurassic Park III ganz ausgezeichnet, ohne jedoch an die Klasse des ersten Teils heranreichen zu können.
Mommy's very angry.
Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht enttäuschend. Bei den Effekten ist kein Fortschritt zu verzeichnen, sie entsprechen dem Niveau derer des ersten Teils. Es gibt zwar einige neue Saurier, jedoch spielen diese keine große Rolle, abgesehen von den (ziemlich coolen) fleischfressenden Compsognathus. Die mit Abstand beste Szene des Films ist die, in der diverse Saurier das Camp der Großwildjäger zerlegen. Danach werden nur die bereits hinlänglich bekannten Muster aus dem ersten Teil aufgewärmt. Die Hauptbedrohung geht dabei wieder von Tyrannosaurus (die dieses Mal als Paar auftreten) und den Velociraptoren aus. Kennt man schon, hat man alles schon gesehen. Ergänzt wird dies um diverse Versatzstücke aus anderen Filmen, wobei insbesondere King Kong Pate stand. Dies gipfelt dann in der völlig blöden Idee, einen lebenden Tyrannosaurus samt Nachwuchs nach San Diego zu bringen. Wie originell! Lustigerweise wurde die Crew des Transportschiffes unterwegs in Fetzen gerissen, der Tyrannosaurus ist bei der Ankunft jedoch noch eingesperrt. So geht das in einem fort. Nichts passt zusammen, alles bleibt Stückwerk. Über die inhaltliche Leere habe ich mich ja weiter oben schon ausgelassen.
Natürlich kann man mit dem Film immer noch seinen Spaß haben, denn die Wiederbelebung der Dinosaurier am Bildschirm ist als solche immer noch eine Schau. Für eine ambitionierte Fortsetzung eines der bis dahin erfolgreichsten Filme überhaupt ist das aber viel zu wenig. Und so teilt The lost Word das Schicksal so vieler Fortsetzungsfilme und ist nicht mehr als ein müder Abklatsch des ersten Teils, dem er nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen kann.
Life finds a way.
Laura Dern nervt mich mit ihrer übertriebenen Mimik heute immer noch so wie damals, doch die übrigen Darsteller machen die Sache gut, allen voran natürlich Sir Richard Attenborough, der den Parkbetreiber absolut liebenswürdig verkörpert. Obwohl er gewinnorientiert ausgerichtet ist, ist er alles andere als ein gewissenloser Kapitalist, sondern wirkt eher wie ein großes Kind, das sich einen Jugendtraum erfüllt hat. Und spätestens nachdem die elektrischen Zäune ausgefallen sind, treten finanzielle Interessen gegenüber den Sorgen um seine Enkelkinder in den Hintergrund.
Jurassic Park bietet Spannungskino par excellence, wie man es in dieser Güteklasse selten findet.