Montag, 17. August 2009

SINGLES (Cameron Crowe, 1992)

I just happened to be nowhere near your neighborhood.

Im Grunde genommen eine harmlose Beziehungskomödie, deren besonderer Reiz in der Ansiedlung der Handlung im Seattle zur Hochzeit des Grunge liegt. Ich habe den Film damals im Kino gesehen, in einer Zeit, in der ich voll auf dem damaligen Grunge-Zug mitgefahren bin, in der ich mit Kumpels zu zahlreichen Grunge-Konzerten gefahren bin (PEARL JAM in Köln war eines meiner besten Konzerte überhaupt) und so ziemlich jede verfügbare Grunge-CD gekauft habe. Entsprechend euphorisch wurde Singles seinerzeit von mir aufgenommen. Und auch mit mehr als 15 Jahren Abstand weckt die Sichtung nostalgische Gefühle, schöne Erinnerungen einerseits, aber auch eine gewisse Traurigkeit über den Niedergang des Grunge und seiner Protagonisten. 

Höhepunkte sind die kurzen Auftritte der damaligen Szenegrößen SOUNDGARDEN und der großartigen ALICE IN CHAINS, deren Sänger Layne Staley vor sieben Jahren auf so tragische Weise verstorben ist. Zahlreiche Musiker haben auch noch Kurzauftritte, beispielsweise Chris Cornell oder Eddie Vedder. Und der Soundtrack ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Ein Film also für Insider und Grunge-Liebhaber. Auch heute noch.

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