Kazans Porträt des mexikanischen Revolutionärs Emiliano Zapata beginnt
vielversprechend. Doch je länger der Film dauerte, desto mehr langweilte
er mich, was in erster Linie auf die zerfahrene Inszenierung
zurückzuführen ist. Kazan breitet keine schlüssige Story vor dem
Zuschauer aus, sondern bietet eine lose, stellenweise willkürlich
wirkende Aneinanderreihung einzelner Szenen, die einfach kein stimmiges
Gesamtbild ergeben wollen. Hinzu kommt, dass Kazan den Helden der
mexikanischen Revolution derart idealisiert und romantisiert, dass die
Grenze des Erträglichen überschritten wird. Sein Zapata ist ein solcher
Gutmensch, dass einem beinahe übel wird.
Dass der Film nicht völlig abschmiert, sondern unter dem Strich doch ganz passabel ist, ist fast ausschließlich den hervorragenden Darstellern zu verdanken, bei denen vor allem Marlon Brando und Anthony Quinn Gala-Vorstellungen abliefern. Aber das ist man bei den beiden ja gewohnt.
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