Sonntag, 12. Juli 2026

THE LORD OF THE RINGS: THE RETURN OF THE KING (Peter Jackson, 2003)

It's gone.

Der Abschluss der Trilogie präsentiert sich wieder stimmiger und geschlossener als sein unmittelbarer Vorgänger. The Return of the King führt sämtliche Handlungsstränge strukturiert zusammen und erreicht damit eine erzählerische Geschlossenheit, die näher an die Qualität des ersten Teils heranreicht.

Höhepunkt des Films ist zweifellos die epische Schlacht um Minas Tirith. Jackson bietet hier eine beeindruckende Vielfalt an Gegnern und visuellen Ideen auf: von den riesigen elefantenähnlichen Dickhäutern über die Belagerungstürme bis hin zur mächtigen Ramme Grond. Dabei verliert er trotz der enormen Größe der Schlacht nie den Blick für die individuellen Schicksale, die sich inmitten des Getümmels abspielen.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist es der Schluss, der sich spürbar in die Länge zieht. Nach Aragorns Krönung zum König von Gondor folgt eine Reihe weiterer Epilog‑Momente, die sich über fast eine halbe Stunde erstrecken. Zwar verleihen diese Szenen der Geschichte eine emotionale Vollendung, doch wirken sie in ihrer Ausführlichkeit etwas überladen. Für mich war das des Guten ein wenig zu viel, auch wenn die Intention dahinter nachvollziehbar bleibt.

Trotz dieser kleinen Schwäche gelingt Jackson ein überwältigender Abschluss, der die Stärken der gesamten Trilogie bündelt. The Return of the King ist visuell imposant, emotional kraftvoll und dramaturgisch weitgehend klar strukturiert. Er erreicht vielleicht nicht ganz die perfekte Balance und atmosphärische Magie von The Fellowship of the Ring, setzt aber in jeder Hinsicht einen würdevollen und bewegenden Schlusspunkt.

Mit seiner Lord of the Rings-Trilogie hat Peter Jackson es geschafft, Tolkiens Mittelerde mitsamt seinen Bewohnern zum Leben zu erwecken und sich damit zugleich ein filmisches Denkmal zu setzen. Seine Adaption bleibt ein Meilenstein des Fantasykinos, dessen Wirkung weit über die Grenzen des Genres hinausreicht.

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