Buñuel arbeitete hier erstmals mit Fernando Soler zusammen, einem der größten Stars der damaligen mexikanischen Filmindustrie. Soler spielte nicht nur die Hauptrolle, sondern produzierte den Film mit. Der große Erfolg, den El gran calavera an den Kinokassen feierte, führte zu zwei weiteren Filmen, die der spanische Regisseur mit Soler drehen sollte. Und Soler ist es vor allem, der den Film mit seiner wunderbaren Darstellung über die gesamten 90 Minuten hinweg trägt.
Buñuel greift hier erstmals ein Thema auf, das ihn bis zum Ende seiner Karriere immer wieder beschäftigen sollte und zum Kern zahlreicher seiner späteren Werke wurde: die Arroganz und Überheblichkeit des gehobenen Bürgertums gegenüber den unteren Gesellschaftsschichten. Während er in seinen späteren Werken diese Kritik meist deutlich subtiler verpackte, griff er hier zum Holzhammer. Dennoch ist die Aussage, die der Film transportiert ebenso treffend wie zeitlos.
El gran calavera ist eine leichtfüßig inszenierte Komödie, die zwar konventionell erzählt und dadurch sehr vorhersehbar ist, ungeachtet dessen aber gut unterhält.
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