If you wanna get rid of a circus girl, all you've gotta do is close your eyes.
One from the Heart war Coppolas erster Film nach Apocalypse Now.
Die Produktionskosten stiegen während der Dreharbeiten ins
Unermessliche und lagen am Ende mehr als zehnmal so hoch wie
ursprünglich veranschlagt, was – in Kombination mit den mageren
Einspielergebnissen – Coppola an den Rande des finanziellen Ruins trieb.
Hauptgrund für die immensen Kosten war der hohe künstlerische Anspruch,
den Coppola an sich selbst stellte und der ihn darauf bestehen ließ,
den kompletten Film an nachgebauten Sets in den Hallen seines Zoetrope
Studios zu drehen statt an Originalschauplätzen in Las Vegas bzw. der
umliegenden Wüste. Die Marschrichtung ist dann auch von der ersten
Filmminute an klar: es geht Coppola nicht um das Erzählen einer
interessanten Geschichte – die Story um eine kriselnde Beziehung könnte
banaler kaum sein – sondern darum, die Kunstformen Theater und Kino
miteinander zu verbinden. So ist ein in hohem Maße künstlicher und
künstlerischer Film entstanden, dessen teils surreale Szenen der
Wirklichkeit weit entrückt sind. Hier seien insbesondere die Liebesszene
zwischen Hank und Leila und die nachfolgenden Sequenzen genannt.
Die musikalische Untermalung von Crystal Gayle and Tom Waits trifft nicht unbedingt meinen Geschmack, passt aber hervorragend, zumal die Songtexte oft direkten Bezug auf das Geschehen auf dem Bildschirm nehmen. Frederic Forrest und Teri Garr geben ein glaubwürdiges und durchaus sympathisches Paar ab und stehen mit ihrer Bodenständigkeit und Natürlichkeit in krassem Gegensatz zu den künstlichen, zumeist in grelle Neonfarben getauchten Kulissen. Bemerkenswert sind auch die optischen Spielereien, die Coppola bei zahlreichen Übergängen einsetzt, z. B. wenn er die Folgeszene als Hintergrundbild der noch laufenden Szene einblendet.
One from the Heart ist ein Film, bei dem es so viel zu entdecken gibt, dass es bei der ersten Sichtung gar nicht möglich ist, alles richtig zu erfassen. Ein ebenso experimenteller wie mutiger Film, dessen Schöpfer bei seiner Fertigung wie ein Pokerspieler alles auf eine Karte setzte – und verlor. In finanzieller Hinsicht versteht sich, denn dass One from the Heart unter rein künstlerischen Aspekten ein Gewinn ist, steht außer Frage.
Die musikalische Untermalung von Crystal Gayle and Tom Waits trifft nicht unbedingt meinen Geschmack, passt aber hervorragend, zumal die Songtexte oft direkten Bezug auf das Geschehen auf dem Bildschirm nehmen. Frederic Forrest und Teri Garr geben ein glaubwürdiges und durchaus sympathisches Paar ab und stehen mit ihrer Bodenständigkeit und Natürlichkeit in krassem Gegensatz zu den künstlichen, zumeist in grelle Neonfarben getauchten Kulissen. Bemerkenswert sind auch die optischen Spielereien, die Coppola bei zahlreichen Übergängen einsetzt, z. B. wenn er die Folgeszene als Hintergrundbild der noch laufenden Szene einblendet.
One from the Heart ist ein Film, bei dem es so viel zu entdecken gibt, dass es bei der ersten Sichtung gar nicht möglich ist, alles richtig zu erfassen. Ein ebenso experimenteller wie mutiger Film, dessen Schöpfer bei seiner Fertigung wie ein Pokerspieler alles auf eine Karte setzte – und verlor. In finanzieller Hinsicht versteht sich, denn dass One from the Heart unter rein künstlerischen Aspekten ein Gewinn ist, steht außer Frage.

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