Freitag, 16. Juli 2004

COP LAND (James Mangold, 1997)

Being right is not a bullet-proof vest.

Vor Jahren schon mal gesehen und damals für schwach befunden, verdiente sich Cop Land alleine aufgrund des beeindruckenden Casts eine zweite Chance. Und siehe da: der Film ist weitaus besser als ich ihn nach meiner ersten Sichtung in Erinnerung hatte. 

Die Schwächen sind dennoch nicht zu übersehen. So liefert die Story zwar interessante Ansätze, bleibt insgesamt aber zu oberflächlich. Von der Komplexität eines L. A. Confidential ist Cop Land meilenweit entfernt. Auch die handelnden Personen wissen nicht richtig zu fesseln. Hier gilt wie für die Story: alles wird nur angekratzt, bleibt oberflächlich und merkwürdig distanziert. Kaum ein Charakter ist in sich wirklich stimmig. 

Darstellerisch ragt vor allem Harvey Keitel heraus, der wie immer eine überzeugende Performance liefert, aber auch Robert Patrick verdient eine Erwähnung. Und damit sind wir schon beim großen Pluspunkt, den Cop Land neben der in Ansätzen interessanten Story für sich verbuchen kann: die Darstellerriege ist wahrlich beeindruckend und hebt den Film aus der Masse der Copthriller heraus. Trotzdem bleibt nach dem Abspann das dumpfe Gefühl, dass mit einem besseren Drehbuch mehr drin gewesen wäre.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen