Bin vor Jahren mal beim Zappen im Fernsehen in Truffauts Liebeserklärung
an das Filmemachen hineingestolpert und dort hängengeblieben. Jetzt
endlich habe ich die Ausstrahlung bei Arte genutzt, mir diese mal in
Gänze zu Gemüte zu führen, leider nur mit einer wahrlich grauenhaften
deutschen Synchro. Die Qualitäten des Films blieben natürlich trotzdem
nicht verborgen.
Truffaut schildert äußerst unterhaltsam die zahlreichen Probleme, die dem von ihm selbst verkörperten Regisseur Ferrand bei den Dreharbeiten seines Films begegnen, wenn er auch an einigen Stellen den Bogen etwas überspannt. Dabei ist er fast mehr mit der Lösung der logistischen und vor allem zwischenmenschlichen Probleme befasst als mit den eigentlich Dreharbeiten. Dies führt dazu, dass er nicht einmal mehr nachts abschalten kann und sich im Schlaf unruhig hin- und herwälzt. La nuit américaine ist eine äußerst kurzweilige Angelegenheit, und als Bonbon gibt es eine höchst attraktive Jacqueline Bisset. In jeder Hinsicht sehenswert.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen