Dienstag, 1. Januar 2013

TWELVE MONKEYS (Terry Gilliam, 1995)

Wouldn't it be great if I was crazy? Then the world would be okay.

Gilliams dystopische Zeitreise-Geschichte hat mich schon seit jeher fasziniert, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Idee, nahezu die gesamte Menschheit mit einem Virus auszurotten, einen gewissen Charme hat. Gelegentlich erwische ich mich bei derartigen Gedankenspielen, zum Beispiel wenn ich mich mal ins tägliche Unterschichtenfernsehen verirre. Im Grunde genommen verdient es die Menschheit ja ausgerottet zu werden. Daher kann ich eine gewissen Sympathie für Dr. Peters' Handeln nicht leugnen. 

Das was Gilliam aus der Idee, die ja eigentlich dem Kurzfilm La Jetée entnommen ist, gemacht hat, ist im Ergebnis äußerst gelungen und besticht vor allem durch die grandios-düstere Atmosphäre und verfügt mit Bruce Willis über einen charismatischen Hauptdarsteller, der es dem Zuschauer leicht macht, sich in seine Perspektive zu versetzen. Lediglich Brad Pitts völlig überzogene Performance schmälert den positiven Eindruck geringfügig. Nichtsdestotrotz einer meiner Lieblingsendzeitfilme und mit weitem Abstand Gilliams bester Film.   

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