Samstag, 21. Februar 2026

THE KEEP (Michael Mann, 1983)

Your new home: how do you like it?

Michael Mann ist ganz ohne Zweifel einer der herausragenden Regisseure der Gegenwart und darüber hinaus einer meiner absoluten Lieblinge. Was ihn seinerzeit geritten, diesen konfusen Mix aus Horror, Kriegsfilm und Mystery zu drehen, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Umso erstaunlicher, dass es ihm gelungen ist, eine beeindruckende Riege namhafter Schauspieler für das Projekt zu gewinnen: Scott Glenn, Ian McKellen, Gabriel Byrne, Jürgen Prochnow, etc..

Dem Vernehmen nach soll die ursprüngliche Fassung auf Druck der Produzenten auf die Hälfte gekürzt worden sein, doch mir fehlt die Phantasie mir vorzustellen, dass The Keep mit mehr Spielzeit auch nur ein halbwegs guter Film geworden wäre. Das Teil ist von vorne bis hinten Murks und langweilt trotz der sehr kompakten Spieldauer von gerade einmal 96 Minuten. Die Darsteller mühen sich redlich, haben aber gegen das von Mann höchstpersönlich verfasste Drehbuch keine Chance. Die Special Effects sind selbst angesichts der Entstehungszeit an der Grenze zur Lächerlichkeit und zu allem Überfluss wird das Ganze von einem äußerst nervigen Score der deutschen Band Tangerine Dream untermalt, in dem die für die 80er so typischen Keyboards dominieren. 

Ein fürchterlicher Film und so ziemlich das Schlechteste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Dass dies von einem Meister wie Michael Mann zu verantworten ist, mag man kaum glauben. Aber wie sagte Les Claypool einst so treffend: "We all crap in our pants once in a while".

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