I got a bad feeling, Llewelyn.
Gemäß den
Konventionen des Thriller-Genres hätte der Film hier eigentlich enden
können (sollen), doch spätestens in den letzten Minuten wird deutlich,
dass die Konfrontation zwischen Llewelyn Moss (auch gut: Josh Brolin)
und dem Killer nicht das Kernthema des Films ist, obwohl einem das ja
schon bei der Einblendung des Titels zu Beginn klar sein müßte. Diese
Konfrontation steht sinnbildlich für die immer stärker aufkommende
Gewalt Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre in Zusammenhang mit dem stark
florierenden Drogenhandel. Eine Gewalt, die oft auch völlig sinnlos und
unmotiviert ist, eine Gewalt, mit der die "alten Männer" nicht mehr
klarkommen. Statt also einen spannenden Shoot-Out zu erleben, dürfen wir
einem alten Mann lauschen, wie er seiner Frau seine wirren Träume
erzählt.
Schon in ihren früheren Filmen zeigten die Coens eine Vorliebe dafür,
die Erwartungen des Zuschauers zu unterlaufen, ihn vor den Kopf zu
stoßen. So konsequent wie hier haben sie dies bisher nicht umgesetzt.
.png)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen