Maybe I'm not such a high-class piece of property right now.
Ein großartiges Beziehungsdrama, das unter dem Deckmantel eines
Billard-Films daherkommt, das Spiel als solches aber nur oberflächlich
behandelt. Im Mittelpunkt steht der Pool-Billard-Spieler Eddie Felson,
der zu den talentiertesten Spielern des Landes gehört und gegen andere
um Geld spielt. Trotz seines Talents und seines überbordenden
Selbstbewusstseins ist er nicht in der Lage, den Topspieler Minnesota
Fats zu schlagen, der ihm zwar technisch unterlegen, charakterlich
jedoch überlegen ist. Felsons charakterliche Schwäche offenbart sich im
Umgang mit Alkohol, dem er häufig über die Maßen zuspricht. Erst im
Laufe des Films, befördert vor allem durch Sarahs Selbstmord, für den er
Gordon verantwortlich macht, entwickelt er die Charakterstärke, die
notwendig ist, gegen einen Spieler vom Schlage Minnesota Fats zu
gewinnen. Im entscheidenden Aufeinandertreffen am Schluss trinkt er
keinen Tropfen Alkohol und spielt seinen Gegner in Grund und Boden.
Dennoch hat er anschließend die Größe, seinem Kontrahenten zu dessen
Leistung zu gratulieren.
Neben dem guten Drehbuch und der wundervollen Bildregie sind es vor allem die Darsteller, die Rossens Film zu recht zum Status eines Filmklassikers verhalfen: Paul Newman in der Rolle des schnellen Eddie, der sich vom unbeherrschten trinksüchtigen Talent zum charakterlich gefestigten Zocker wandelt, Jackie Gleason, der optisch etwas an Franz-Josef Strauß erinnert, mit seiner raumverdrängenden Präsenz die Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, die seine Rolle erfordert, George C. Scott als Bert Gordon, ein schmieriger Gangster, der keinerlei Skrupel hat und dessen einzigen Interessen darin bestehen, Geld zu verdienen und Macht über andere auszuüben und nicht zuletzt Piper Laurie in der Rolle der abgehalfterten Sarah, ein menschliches Wrack, mehr noch als Eddie dem Alkohol verfallen.
The Hustler erinnerte mich stark an Kazans famosen On the Waterfront, obwohl die beiden Filme auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten haben. Und doch sind die Ähnlichkeiten zwischen Eddie Felson hier und dem Marlon-Brando-Charakter dort frappierend, zumal beide auch eine ähnliche Entwicklung durchlaufen. Ich bin schon mächtig gespannt auf Scorseses Fortsetzung, die ich hoffentlich in Kürze sichten werde.
Neben dem guten Drehbuch und der wundervollen Bildregie sind es vor allem die Darsteller, die Rossens Film zu recht zum Status eines Filmklassikers verhalfen: Paul Newman in der Rolle des schnellen Eddie, der sich vom unbeherrschten trinksüchtigen Talent zum charakterlich gefestigten Zocker wandelt, Jackie Gleason, der optisch etwas an Franz-Josef Strauß erinnert, mit seiner raumverdrängenden Präsenz die Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, die seine Rolle erfordert, George C. Scott als Bert Gordon, ein schmieriger Gangster, der keinerlei Skrupel hat und dessen einzigen Interessen darin bestehen, Geld zu verdienen und Macht über andere auszuüben und nicht zuletzt Piper Laurie in der Rolle der abgehalfterten Sarah, ein menschliches Wrack, mehr noch als Eddie dem Alkohol verfallen.
The Hustler erinnerte mich stark an Kazans famosen On the Waterfront, obwohl die beiden Filme auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten haben. Und doch sind die Ähnlichkeiten zwischen Eddie Felson hier und dem Marlon-Brando-Charakter dort frappierend, zumal beide auch eine ähnliche Entwicklung durchlaufen. Ich bin schon mächtig gespannt auf Scorseses Fortsetzung, die ich hoffentlich in Kürze sichten werde.
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