War will make corpses of us all.
Auch wenn der zweite Teil keine Fortsetzung im üblichen Sinne ist, sondern sich quasi nahtlos an den ersten Teil anschließt, wirkt er insgesamt weniger makellos als sein Vorgänger. Das beginnt bereits beim Score: Howard Shores Musik ist weiterhin kraftvoll und thematisch reich, erreicht jedoch nicht mehr die emotionale Wucht und die präzise motivische Verzahnung, die The Fellowship of the Ring so außergewöhnlich geprägt hat.
Trotz des deutlich höheren Actionanteils schleichen sich erzählerische Längen ein. Besonders die Passagen im Fangorn-Wald geraten mitunter etwas zäh, was weniger an der Atmosphäre liegt als an der gemächlichen Inszenierung der Entszenen. Auch der Subplot rund um die Gefangennahme von Merry und Pippin verliert zwischendurch an Spannung, bevor er später - im Kontext der Entscheidung der Ents - wieder an dramaturgischer Bedeutung gewinnt.
Einer der schönsten Momente ist jener, in dem die Elben in einem Fackelzug nach Helm's Deep einziehen, um den dorthin geflüchteten Menschen aus Rohan zu Hilfe kommen. Hier passt auch die Musik wie die Faust aufs Auge und verleiht der Szene eine feierliche Erhabenheit.
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