Freitag, 3. Juli 2026

WEAPONS (Zach Cregger, 2025)

Don't cross the salt line!

Eine recht kurzweilige Mischung aus Horrorfilm und Groteske, die sich stilistisch irgendwo zwischen einer modernen Hänsel‑und‑Gretel‑Adaption und den erzählerischen Mustern von Stephen King bewegt. Der Film profitiert anfangs stark davon, dass die Ereignisse aus der Perspektive verschiedener Figuren erzählt werden. Jede Figur bringt einen eigenen Tonfall, eigene Ängste und eigene blinde Flecken mit. Dadurch entsteht ein erzählerisches Puzzle, das sich zunächst sehr organisch zusammensetzt.

Mit zunehmender Laufzeit verliert Weapons jedoch an Schärfe. Je mehr man über die Hintergründe erfährt, desto stärker verflacht die Atmosphäre. Die Bedrohung, die zu Beginn so greifbar wirkt, löst sich zunehmend in Erklärungen auf. Gegen Ende kippt das Ganze sogar ins Komische - nicht unbedingt als bewusste Pointe, sondern eher als Nebeneffekt der grotesken Überzeichnung.

Die Darsteller machen ihre Sache durchweg gut. Auch am stimmungsvollen Score gibt es wenig auszusetzen. Und doch bleibt der Eindruck, dass man aus der Konstellation mehr hätte machen können. Am Ende bleibt ein unterhaltsamer, stellenweise cleverer Film, der mit Perspektivwechseln und guten Schauspielern punktet, aber nicht das volle Potenzial seiner Idee ausschöpft.

 

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