Die Rachestory an sich ist eher wirr und die Art und Weise, wie sich die titelgebende Ai Nu durch die Stammgäste des Bordells morden kann, ohne dabei nennenswert behelligt zu werden, wirkt wenig glaubwürdig. Die Kämpfe sind zudem schwach choreografiert und oftmals eher unfreiwillig komisch als spannend oder gar mitreißend. Überhaupt besitzen viele Szenen aufgrund ihrer billigen Umsetzung einen eher unfreiwillig humorvollen Charakter. Auch die Effekte können nicht überzeugen. Das viel zu grelle Kunstblut erscheint meist völlig unvermittelt an den entsprechenden Körperstellen und sieht eher wie Tomatensauce aus. Hinzu kommen die häufig unpassende musikalische Untermalung sowie das permanente, auf Dauer ziemlich nervige Klirren der Schwerter. Immerhin ist der Twist am Ende gelungen.
Auch wenn ich dem Wuxia-Film grundsätzlich zugetan bin, konnte mich Ai Nu überhaupt nicht begeistern. Man kann das sicherlich als Kult abfeiern - oder einfach langweilig finden.
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