14 Juni 2003

WO HU CANG LONG (Ang Lee, 2000)

Mein erstes Zusammentreffen mit dem Film vor etwa zwei Jahren resultierte in einer grandiosen Fehleinschätzung. War ich damals noch zu engstirnig, zu sehr verwurzelt in den Wertvorstellungen der westlichen Welt, war ich blind oder habe ich den Film einfach nicht verstanden? Entschuldigend ins Feld führen kann ich die schwache Bildqualität der Kinowelt-DVD, die ich damals ausgeliehen hatte und die die phantastischen Bilder nicht richtig zur Entfaltung kommen ließ und die Tatsache, dass ich den Film in der deutschen Synchro gesehen habe, die der Atmosphäre des Films nicht gerade zuträglich ist. Dennoch: die Qualität des Films hätte ich trotzdem erkennen müssen.

Nun, denn: die britische DVD von Columbia bietet ein deutlich besseres Bild und der O-Ton in Mandarin tat sein Übriges, auch einen Ignoranten wie mich die Qualitäten von Crouching Tiger, Hidden Dragon – wie er im englischen Sprachraum heißt – entdecken zu lassen: tolle Kulissen, grandiose Landschaftsaufnahmen, ein genialer Score und perfekt choreographierte Kampfszenen. 

Eine äußerst gelungene Mischung aus Fantasy und Martial-Arts – geschickt verpackt in eine fesselnde Geschichte um unerfüllte Sehnsüchte. Berauschendes Kino. 

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