They're eating the guests, sir.
Donnerstag, 21. Oktober 2010
PIRANHAS (Joe Dante, 1978)
Sonntag, 26. September 2010
TARGETS (Peter Bogdanovich, 1968)
All the good movies have been made.
Die Geschichte um den Amokläufer ist stellenweise etwas langatmig. Umso beeindruckender die Leistung des damals 80-jährigen Boris Karloff, auch wenn er im Grunde genommen nur sich selbst spielt.
Samstag, 11. September 2010
ELECTRIC APRICOT (Les Claypool, 2007)
You only make your first record once.
Electric Apricot ist ein recht witziges Filmchen geworden, dessen Darsteller überaus authentisch wirken. Die Dialoge sind so natürlich, dass sie vermutlich größtenteils improvisiert wurden. Der Humor lädt nicht zum lauten Loslachen ein, sondern bewegt sich eher auf Schmunzelniveau. Köstlich zum Beispiel die Sequenz, wo die Bandmitglieder erläutern wie der Bandname zustande kam oder die Szene, in der Lapdog von seinen selbstgeblasenen Glasdildos erzählt. Unter dem Strich eine kurzweilige Angelegenheit.
Sonntag, 22. August 2010
BOXCAR BERTHA (Martin Scorsese, 1972)
I don't wanna sleep alone tonight.
Die Dialoge sind für Scorsese-Verhältnisse äußerst zahm, die Bilder hingegen ganz und gar nicht. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass seine später so markante Handschrift hier kaum zu erkennen ist. Obwohl der Film zur Zeit der Depression angesiedelt ist, versprüht er doch eher den Geist seiner Entstehungszeit, sprich: der 70er Jahre, wobei ich gerade diesen Gegensatz reizvoll fand.
Boxcar Bertha ist ein kleiner ungeschliffener Rohdiamant, dem die Brillanz der späteren Scorsese-Werke abgeht, der aber dennoch einen wichtigen Punkt in der Entwicklung des Regisseurs markiert und daher undbedingt sehenswert ist.
Dienstag, 17. August 2010
VANISHING POINT (Richard C. Sarafian, 1971)
Patiently. That's the only way to wait for somebody.
Kowalski will von all dem nichts wissen. Er sieht sich weder als Freiheitssymbol noch als Helden. Das Angebot der nackten Motorradfahrerin, alles für ihn zu tun, lehnt er ebenso ab wie das angebotene Gras. Wobei er insgeheim die Fahrt wohl dennoch als letztes Aufbäumen, als letzten Ritt durch die Freiheit begreift, bevor er seinem verkorksten Leben ein donnerndes Ende setzt.
Samstag, 14. August 2010
CREATURE FROM THE BLACK LAGOON (Jack Arnold, 1954)
We're staying until we get him.
Das fängt mit dem Monster an, das weniger wie ein prähistorisches Wesen wirkt, sondern eher wie ein besoffener Karnevalist, der sich verlaufen hat. Vor allem verwundert, wie langsam und ungeschickt die Kreatur schwimmt, soll sie doch beinahe ihr ganzes Leben unter Wasser verbracht haben. Die Story ist nicht sonderlich originell, erfüllt aber ihren Zweck.
Wie beim
großen Vorbild King Kong bemüht man auch hier den
Beauty-and-the-Beast-Aspekt, der vor allem in der gemeinsamen
Schwimmszene mit Kay und der Kreatur erkennbar wird. Und während ihre
männlichen Mitstreiter nach und nach massakriert werden, wird Kay
natürlich entführt. Immerhin erspart man dem Zuschauer die Verbringung
der Kreatur in die Zivilisation - das sollte dem Nachfolger Revenge of the Creature vorbehalten bleiben.
Trotz all dieser Schwächen ist der Film dennoch recht spaßig geraten,
was vor allem der straffen, schnörkellosen Inszenierung und dem
stimmungsvollen Schauplatz zu verdanken ist.
Freitag, 13. August 2010
NEW YORK, NEW YORK (Martin Scorsese, 1977)
Kein Musical im klassischen Sinne, aber ein Film, in dem die Musik eine tragende Rolle spielt. Eine Musik, die mir leider vollkommen fremd ist und meine Nerven auf eine harte Probe stellte.
Darüber hinaus hat New York, New York nicht viel zu bieten. Eine belanglose Liebesgeschichte zwischen zwei Musikern inklusive Hochzeit und späterer Trennung. Der ein oder anderer interessante Ansatz geht im Strudel der Musik unter.
Donnerstag, 12. August 2010
A BUG'S LIFE (John Lasseter, 1998)
Technisch gesehen wirkt der Film auf mich irgendwie unfertig. Optisch sehr beeindruckende Szenen wie der Regenguss wechseln sich ab mit relativ schlichten Animationen, aber womöglich ist das Auge angesichts der aktuellen Pixarhits schon zu verwöhnt. Trotz dieser Defizite machte der Film mir auch heute wieder eine Menge Spaß, hab' ich die bunte Zirkustruppe doch im Laufe der Jahre in mein Herz geschlossen.
Mittwoch, 11. August 2010
BARTON FINK (Ethan & Joel Coen, 1991)
I've always found that writing comes from a great inner pain.
Der Film würde vermutlich auch als Theaterstück gut funktionieren. Die Handlung besteht fast ausschließlich aus Dialogen und spielt sich nur an wenigen Orten ab, überwiegend in dem heruntergekommenen Hotelzimmer mit dem scheinbar endlosen düsteren Flur. Die Atmosphäre ist so dicht, dass man sie beinahe mit Händen greifen kann. Neben Turturro überzeugt vor allem John Goodman, den ich noch nie besser gesehen habe. Als Zuschauer ist man dem bizarren Treiben ähnlich hilflos ausgeliefert wie Fink; man weiß nie, was als nächstes passiert.
Zum Schluss bleiben viele Fragen ungeklärt, was Anlass genug ist, sich auch nach dem Abspann weiter intensiv mit dem Film zu beschäftigen. Die Schlusseinstellung bietet den perfekten Ausklang. Viel besser geht's nicht mehr.
WALL·E (Andrew Stanton, 2008)
Heute gefiel er mir deutlich besser. Dennoch bedauere ich, dass Wall·E nach der beinahe magischen ersten Hälfte, in der praktisch nichts gesprochen wird, derart abfällt, auch wenn mir der Unterschied nicht mehr so krass erschien wie im Kino.
Letztlich bleibt nur ein durchschnittlicher Pixarfilm, der viel von seinem Potential ungenutzt lässt.
Montag, 9. August 2010
TOY STORY 3 (Lee Unkrich, 2010)
Mit ihrem nunmehr elften Spielfilm greifen die Mannen um John Lasseter zum dritten Mal das Toy-Story-Thema auf; dieses Mal erzählen sie vom Ende der Kindheit, vom Erwachsenwerden und der damit einhergehenden Trennung von den Spielzeugen aus Kindertagen.
Nach dem relativ schwachen zweiten Teil, den ich für den bisher schwächsten Pixarfilm halte, kann Teil 3 wieder voll überzeugen und bietet die gewohnte Qualität. Die 3D-Effekte wurden relativ dezent eingesetzt und fallen nach wenigen Minuten nicht mehr großartig auf. Tricktechnisch ist das Ganze natürlich auf höchstem Niveau, doch auch dies ist bei Pixar Standard. Nichts Neues also, und das ist auch gut so.
Sonntag, 8. August 2010
THE INVISIBLE MAN (James Whale, 1933)
An invisible man can rule the world.
Als sensationell muss man die Special Effects bezeichnen, die auch nach mehr als 75 Jahren vollauf überzeugen können. Interessant dabei ist, dass die damalige Umsetzung durch John Fulton im Prinzip dem heute üblichen Bluescreen-Verfahren entspricht, indem die durchsichtigen Körperteile mit schwarzem Tape abgedeckt und später durch separat aufgenommene Hintergrundbilder ersetzt wurden.
Samstag, 7. August 2010
BODY OF LIES (Ridley Scott, 2008)
You know you can always tell who cares about you the most by who comes first to visit you in the hospital.
Die Story bietet nichts Besonderes, typischer Kampf-gegen-den-Terror-Kram halt, was aber nicht weiter stört. Etwas ärgerlich ist die obligatorische Einbindung einer Liebesbeziehung zu einer Einheimischen, die zu allem Überfluss auch noch den unfreiwilligen Lockvogel spielen muss. Die finale Falle, in die zunächst Roger Ferris und dann Al-Saleem tappt, ist völlig unglaubwürdig und hinterlässt einen faden Nachgeschmack.
Dennoch: spannende Hochglanz-Unterhaltung bietet Body of Lies allemal, und mehr kann man vom einstigen Visionär Scott ja schon seit längerem nicht mehr erwarten. Von daher: Mission accomplished.
Donnerstag, 5. August 2010
YOUTH WITHOUT YOUTH (Francis Ford Coppola, 2007)
What do we do with... time?
Dies gleich als "Eso-Quatsch" zu bezeichnen, wie in einigen Kritiken der Fall, ist allerdings übertrieben und wird dem Film nicht gerecht. (Außerdem springt mir, wenn ich die Schublade mit der Beschriftung "Eso-Quatsch" öffne, immer sofort Aronofskys The Fountain entgegen.) Auch die in Kritiken öfter erwähnte unfreiwillige Komik habe ich nicht wahrgenommen.
Darstellerisch gibt es wenig zu bemängeln. Vor allem Tim Roth liefert eine überzeugende Leistung ab. Gedreht wurde ausschließlich an Originalschauplätzen. Auch Sets und Kostüme geben keinen Anlass zur Kritik. So richtig glücklich bin ich mit Youth without Youth trotzdem nicht. Für meine Begriffe hätte der Story eine kräftige Entschlackung gutgetan; insbesondere der Nazi-/Geheimdienst-Subplot wirkte fehl am Platz, auch wenn ich die Idee mit dem Hakenkreuz auf dem Strumpfband sensationell fand. Der Film wirkt überfrachtet und in sich nicht immer schlüssig.
Alles in allem also eine durchaus zwiespältige Angelegenheit.
Mittwoch, 4. August 2010
MIDNIGHT IN THE GARDEN OF GOOD AND EVIL (Clint Eastwood, 1997)
Prevention is better than a cure.
Der Film changiert zwischen Kleinstadtstudie und klassischem Gerichtsdrama und weiß vor allem mit den schrulligen aber überwiegend liebenswerten Charakteren zu überzeugen. Eastwoods entspannte und unaufgeregte Art, seine Geschichten zu erzählen, lobe ich in fast jedem Text zu einem seiner Filme, daher will ich es hier nicht schon wieder tun. Und einen schwachen Film hat er in den letzten 20 Jahren wohl sowieso nicht gemacht.
Dienstag, 3. August 2010
BRIDE OF FRANKENSTEIN (James Whale, 1935)
To a new world of gods and monsters!
Ebenso wie sein Vorgänger ein Meilenstein des Horrorfilms. Insgesamt vielleicht noch eine Spur besser als der erste Film, weil er im Gegensatz zu diesem keine nennenswerten Schwächen aufweist und dessen Stärken übernimmt.Nach der Sichtung habe ich gleich noch einen weiteren Whale-Film bestellt.
Montag, 2. August 2010
INGLOURIOUS BASTERDS (Quentin Tarantino, 2009)
Mit einiger Verzögerung kam ich endlich in den Genuss des neuesten
Tarantino-Streifens. Seit vielen Jahren sorgt der Meister mit seinen
Filmcollagen bei mir für Begeisterung, und erwartungsgemäß bietet auch Inglourious Basterds
wieder eine bunte Mischung aus Versatzstücken und Zitaten, hier
erstmals bereichert um eine historische Komponente.
Aber Tarantino wäre
nicht Tarantino, hätte er die Gelegenheit nicht genutzt, die Geschichte
in seinem Sinne umzuschreiben. Bezeichnenderweise ist es ein Kino, in
dem der Führer samt Gefolge den Tod findet. Die Schlussszene ist
zugleich Höhepunkt des Films, wenn Shosannas wild lachendes Gesicht von
den Flammen verzehrt wird, während den Kinobesuchern erst allmählich
dämmert, dass die Flammen kein Teil des Films sondern echt sind. Etwas
ärgerlich hingegen ist der Subplot um die titelgebenden Basterds. Vor
allem Brad Pitt ging mir seiner gekünstelten Darstellung ziemlich auf
den Keks. Auch Martin Wuttke als Hitler ist eine einzige Lachnummer,
wobei das möglicherweise beabsichtigt war. Gut gefiel mir hingegen
Sylvester Groth als Goebbels.
Inglourious Basterds erinnerte mich von Aufbau und Erzählstruktur stark an Pulp Fiction,
und so ist es wahrscheinlich kein Zufall, dass ich diese beiden Filme
für die schwächsten Tarantinos halte. Was natürlich nicht heißen soll,
dass es schlechte Filme sind, im Gegenteil. Doch von seinen Sternstunden
Reservoir Dogs oder dem unvergleichlichen Jackie Brown
ist das hier doch ein ganzes Stück entfernt. Wobei durchaus die
Möglichkeit besteht, dass mich künftige Sichtungen eines Besseren
belehren.
Samstag, 31. Juli 2010
LITTLE CAESAR (Mervyn LeRoy, 1931)
If you ain't out of town by tomorrow morning you won't ever leave it except in a pine box.
Kurz gilt leider auch für den Film als solchen, denn nach
gut 70 Minuten ist das Vergnügen schon wieder vorbei, was angesichts der
Entstehungszeit natürlich nicht ungewöhnlich ist. Little Caesar machte nicht nur Edward G. Robinson zum Weltstar, sondern war stilbildend und wegbereitend für die nachfolgenden Generationen.
Samstag, 5. Juni 2010
THE MIST (Frank Darabont, 2007)
As a species we're fundamentally insane.
Das Ende ist ein gewaltiger Schlag in die Magengrube und wahrscheinlich das fieseste, das ich in den letzten 20 Jahren gesehen habe. Nicht nur, dass es den vermeintlichen Helden als größten Verlierer dastehen lässt, erfüllt es in gewisser Weise auch Mrs. Carmodys Prophezeiung. Die eigentliche Heldin ist somit die Frau, die sich anfangs alleine in den Nebel wagte, um ihre Kinder zu retten.
Dienstag, 1. Juni 2010
THE BRIDGES OF MADISON COUNTY (Clint Eastwood, 1995)
I gave my life to my family, I wish to give Robert what is left of me.
Die Chemie stimmt zwischen Streep und Eastwood, man spürt das Knistern vom ersten Augenblick an. Wie Laura Jesson im großen Vorbild entscheidet sich Francesca letztlich für die Familie und gegen Robert; die Vernunft siegt über die Emotion. Ein klassisches Lean-Thema, das den britischen Meisterregisseur während seiner gesamten Karriere als Filmemacher begleitete. Das kann man von Eastwood nun nicht behaupten.
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