12 August 2015
THE HUNGER GAMES (Gary Ross, 2012)
30 Juli 2015
BIG EYES (Tim Burton, 2014)
22 Juli 2015
INHERENT VICE (Paul Thomas Anderson, 2014)
Das 70er-Jahre-Hippie-Feeling wurde sehr gut eingefangen und wird zudem durch die Musik kongenial unterstrichen. Ich weiß nicht, ob es hilfreich ist, Inherent Vice in bekifftem oder betrunkenem Zustand zu schauen, könnte mir aber vorstellen, dass dies der Sichtung einen Mehrwert verleiht. Ich hingegen war völlig nüchtern, fand aber durchaus Gefallen an dem grotesken Treiben, den völlig überzeichneten Figuren, der prachtvollen Ausstattung und den ausgesprochen schönen Bildern des Anderson-Stamm-Kameramannes Robert Elswit. Irgendwann ist der Film zu Ende und man weiß nicht genau, was eigentlich passiert ist, aber irgendwie ist das auch egal.
21 Juli 2015
WHIPLASH (Damien Chazelle, 2014)
09 Juli 2015
CHAPPIE (Neill Blomkamp, 2015)
Blomkamp ging es in erster Linie um die Frage, wie sich ein frisch erwachtes künstlich erzeugtes Bewusstsein verhalten würde, wie es ähnlich einem Neugeborenen die Welt erkunden und aus den gemachten Erfahrungen lernen würde, wenn auch bedeutend schneller als ein Mensch. Und dies ist hervorragend umgesetzt. Chappie erlebt seine ersten Momente in einer merkwürdig anmutenden Patchwork-Familie, die in einer alten Lagerhalle haust und ihren Lebensunterhalt mit Raubüberfällen und Drogenhandel bestreitet. Im Kern besteht die Familie aus dem (mir bis dato unbekannten) südafrikanischen Musiker-Duo Die Antwoord. Die beiden sehen aus wie Trottel und ihre Musik ist ziemlich schlecht, aber als abgefucktes Gangsterpärchen funktionieren sie ganz ausgezeichnet. Yolandi entwickelt spontan Muttergefühle für den anfangs hilflosen Androiden, während Ninja versucht, ihn u.a. mit Schießübungen zu einer effektiven Killermaschine auszubilden, damit er ihnen bei den Raubzügen zur Hand gehen kann. Dabei muss er zu allerlei Tricks greifen, denn sein Erschaffer (sehr gut: Dev Patel) hat ihm eingeimpft, keine Verbrechen zu begehen und insbesondere niemanden zu töten.
08 Juli 2015
THE GUNMAN (Pierre Morel, 2015)
THE WATER DIVINER (Russell Crowe, 2014)
30 Juni 2015
PREMIUM RUSH (David Koepp, 2012)
Solide Unterhaltung bietet Premium Rush allemal – und mehr will er auch gar nicht. Und die Idee, einen Fahrradkurier ins Zentrum des Films zu stellen, ist zumindest originell. Mir fällt jedenfalls kein vergleichbarer Streifen ein. Und ganz nebenbei ist Dania Ramírez auch ziemlich heiß...
29 Juni 2015
MAD MAX: FURY ROAD (George Miller, 2015)
24 Juni 2015
JURASSIC WORLD (Colin Trevorrow, 2015)
23 Juni 2015
EL ORFANATO (Juan Antonio Bayona, 2007)
21 Juni 2015
IN THE BLOOD (John Stockwell, 2014)
19 Juni 2015
EX MACHINA (Alex Garland, 2015)
07 Juni 2015
CALVARY (John Michael McDonagh, 2014)
31 Mai 2015
AMERICAN SNIPER (Clint Eastwood, 2014)
20 Mai 2015
SPARTACUS (Stanley Kubrick, 1960)
18 Mai 2015
BLACKHAT (Michael Mann, 2014)
10 Mai 2015
BIRDMAN: OR (THE UNEXPECTED VIRTUE OF IGNORANCE) (Alejandro González Iñárritu, 2014)
06 Mai 2015
IL COLOSSO DI RODI (Sergio Leone, 1961)
Sein Spielfilmdebüt fällt im Vergleich mit seinen späteren
Filmen doch deutlich ab und dies liegt nicht nur daran, dass er hier noch nicht auf die Dienste Ennio Morricones zurückgreifen konnte, dessen großartige Musik ein stilbildendes Element der übrigen Leone-Filme ist. Schon bei früheren Sichtungen konnte ich
auch große inszenatorische Unterschiede ausmachen zu
seinen sechs darauf folgenden Filmen. Im Vergleich zu jenen wirkt Il
Colosso di Rodi beinahe identitätslos und beliebig. Im Grunde
genommen handelt es sich um einen typischen Sandalenfilm, wie sie in
den 60er Jahren zuhauf in Italien produziert wurden. Am ehesten ist
Leones Handschrift noch bei den ausgedehnten Folterszenen zu erkennen, die er
regelrecht zelebrierte und deren Inszenierung ihm offenkundig großen
Spaß bereitete. Beispielhaft seien das Tröpfeln der Säure auf die
Rücken der gefesselten Männer genannt oder auch die Verhörszene,
in der dem Anführer der Aufständischen eine gusseiserne Glocke
über den Körper gestülpt und diese so lange bearbeitet wird, bis dem
armen Kerl das Blut aus den Ohren läuft. 03 Mai 2015
THE BEGUILED (Don Siegel, 1971)
01 Mai 2015
THE KILLERS (Robert Siodmak, 1946)
The Killers basiert ebenso wie der gleichnamige Siegel-Film, über den ich mich hier bereits ausgelassen habe, auf einer Kurzgeschichte Ernest Hemingways. Während die Sichtung des Siegel-Films damals in Unkenntnis der literarischen Vorlage erfolgte, habe ich die Geschichte inzwischen gelesen. Allerdings ist sie nur wenige Seiten lang, und so ist es umso interessanter zu sehen, was die beiden Regisseure daraus gemacht haben. Im Ergebnis sind beide Filme nämlich grundverschieden und verfolgen völlig unterschiedliche Ansätze. Während Siegel nur die Grundkonstellation – zwei Profikiller kommen in eine Stadt, um einen Mann zu töten, der dies gleichgültig hinnimmt – übernommen hat und die Geschichte aus Sicht der beiden Killer erzählt, hält sich Siodmak streng an die Vorlage. Die ersten 11 Minuten entsprechen nahezu 1:1 Hemingways Geschichte, selbst die Dialoge wurden größtenteils wörtlich übernommen. Im Anschluss daran entfaltet sich ein klassischer Film noir, der die Handlung aus Sicht des Versicherungsermittlers Jim Reardon schildert. Die Erzählung der Vorgeschichte erfolgt dabei nicht chronologisch, sondern in zahlreichen Rückblenden, und zwar jeweils aus der Perspektive des Zeugen, den Reardon gerade vernimmt. Als Zuschauer weiß man immer so viel wie der Ermittler. So setzt sich das Puzzle Stück für Stück zusammen und ergibt am Ende eine durchdachte und schlüssige Geschichte, die die Vorlage auf glaubwürdige Weise fortsetzt.
The Killers ist ein packender und höchst unterhaltsamer Film, der Siegels Version in nichts nachsteht. Wobei es sich aufgrund der vollkommen unterschiedlichen Ansätze ohnehin verbietet, Siegels Film als Remake des Siodmak-Werks zu bezeichnen. Und so sind aus Hemingways knapper Vorlage zwei ganz hervorragende Filme entstanden, wobei ich mich noch nicht mal festlegen könnte, welcher von beiden nun der Bessere ist.
30 April 2015
RIOT IN CELL BLOCK 11 (Don Siegel, 1954)
Dass es sich dabei um eine Low-Budget-Produktion handelt, merkt man dem Film nicht an, wobei Siegel ja ohnehin für seine effiziente und kostengünstige Arbeitsweise bekannt war. Bei den Darstellern (wie auch dem Produzenten Walter Wanger) handelt es sich zum Teil um ehemalige Sträflinge. Gedreht wurde im bekannten Folsom State Prison, teilweise sogar mit echten Insassen und Wärtern in den Nebenrollen. Dies alles trägt erheblich zur Authentizität bei. Ungeachtet der Tatsache, dass in der Darstellerriege keine ganz großen Namen vertreten sind, macht diese ihre Sache durchgehend sehr ordentlich, allen voran Neville Brand als Rädelsführer und Emile Meyer als Gefängnisdirektor, der nicht zuletzt deshalb ein gewisses Verständnis für die Forderungen seiner Insassen hat, weil sie zum Teil seinen eigenen Forderungen gegenüber dem Land entsprechen, bei deren Durchsetzung er in der Vergangenheit gescheitert war. Infolgedessen steht man als Zuschauer dem Anliegen der Strafgefangenen offen gegenüber, ohne dass Siegel den Fehler macht, sich völlig auf deren Seite zu schlagen. So lässt er keinen Zweifel daran, dass die angewendeten Mittel zu verurteilen sind, macht jedoch auch klar, dass das Vorgehen der Aufständischen in erster Linie der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geschuldet ist, die aus ihrem Dasein erwächst, beschäftigungslos in einem völlig überfüllten Gefängnis ohne Trennung zwischen Soziopathen, psychisch Kranken und sonstigen Straftätern dahinzuvegetieren. We're rotting to death – wie Dunn es ausdrückt.
08 April 2015
EXODUS: GODS AND KINGS (Ridley Scott, 2014)
God is with US!
Exodus wurde von der Kritik einhellig zerrissen,
doch lässt mich das völlig unbeeindruckt, zumal es angesichts des Regisseurs schon im Vorfeld klar war, dass der Film die für dessen
Alterswerk fast schon typischen Schwächen aufweisen würde. Und so ist es
dann auch: schwächelnde Dialoge und eine nicht immer schlüssige Story
sind ja schon fast Standard bei Scott. Hinzu kommen historische
Ungenauigkeiten, die sich angesichts der Tatsache, dass es sich bei
Moses nicht um eine geschichtliche sondern nur um eine biblische Figur
handelt, relativ leicht verschmerzen lassen. Schwerer fällt das schon
mit Scotts Entscheidung, Gott als kleinen Jungen darzustellen. Und
Christian Bales Moses ist auch nicht unbedingt das, was man als
charismatischen Anführer bezeichnen würde. Auch der teilweise etwas
schwülstige Score von Alberto Iglesias kann nicht völlig überzeugen. So weit, so schwach.
Und
dennoch: Ich mag Ridley Scotts überheblichen, selbstgefälligen
Inszenierungsstil, den er natürlich auch hier wieder bis zum Anschlag
ausreizt. Im Gegensatz zu DeMilles Schinken bleibt man hier auch von christlichem Fundamentalismus verschont, soweit die Story dies zulässt. Exodus
kommt jedenfalls deutlich bodenständiger daher und alleine deswegen schon weitaus
sympathischer. Zudem hat er ungeachtet seiner zahlreichen Angriffspunkte
auch nicht zu leugnende Stärken, wie z. B. die anfängliche Schlacht
zwischen den Ägyptern und Hethitern, die überaus effektvolle
Inszenierung der biblischen Plagen oder die mitreißende Verfolgungsjagd
am Schluss, die den gewogenen Zuschauer über die sonstigen Defizite
großzügig hinwegsehen lassen. Dies wird sicher nicht jedem gelingen,
dazu muss man Scotts Stil schon mögen. Ich jedenfalls fühlte mich trotz
einiger Längen drei Stunden lang recht gut unterhalten.
03 April 2015
THE TEN COMMANDMENTS (Cecil B. DeMille, 1956)
Als ich heute beim morgendlichen Stuhlgang die Fernseh-Zeitschrift studierte und sah, dass DeMilles Monumentalschinken heute Abend gezeigt wird, fiel mir ein, dass der auch noch ungesehen bei mir rumliegt.
Bei allen Schwächen verfügt The Ten Commandments aber auch über eine Reihe von Schauwerten, die ihn zumindest noch in die Kategorie sehenswert einstufen. Dies sind in erster Linie natürlich die verschwenderisch prachtvollen Kulissen, Kostüme und Requisiten, die man heutzutage so nicht mehr zu sehen kriegt. Höchst beeindruckend auch die Verfolgungsszene mit 50 oder mehr echten Streitwagen, die eine ganz andere Wirkung entfaltet als die heute bei solchen Szenen üblichen CGI. Erstaunlich gut sieht auch die Teilung des Roten Meeres aus. Insgesamt nötigt einem der immense Aufwand, der für die Realisierung der Geschichte betrieben wurde und der dem Film auch jederzeit anzusehen ist, schon Respekt ab. Richtig genießen kann man es aufgrund der penetrant vorgetragenen Botschaften trotzdem nicht. Irgendwie schade.
01 April 2015
LA VÈNUS À LA FOURRURE (Roman Polanski, 2013)
Amüsante, kleine Komödie vom heimlichen Meister des Kammerspiels, der seine diesbezüglichen Fertigkeiten zuletzt mit dem hervorragenden Carnage nachgewiesen hat oder auch schon früher mit dem nunmehr zwanzig Jahre alten Death and the Maiden.
La Vénus à la fourrure ist ein ziemlich braver Film, niemals schlüpfrig oder anzüglich, nie richtig böse, aber eben auch alles andere als platt. Getragen von zwei souveränen Darstellern – wobei der Franzose Mathieu Amalric lustigerweise genauso aussieht wie Roman Polanski in jüngeren Jahren (Zufall oder Absicht?) – und einer gehörigen Portion Dialogwitz vergeht die Zeit wie im Flug. Emmanuelle Seigner verfügt über eine erotische Ausstrahlung, wie sie nur eine Frau mit einer gewissen Reife und Lebenserfahrung haben kann, und so ist es nicht verwunderlich, dass der arme Thomas ihr bald mit Haut und Haar verfallen ist. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen den gespielten Rollen und den echten Personen zusehends, bis am Ende eine Differenzierung kaum noch möglich ist. Sehr unterhaltsam.





















