25 Oktober 2026

SUBIDA AL CIELO (Luis Buñuel, 1951)

Subida al Cielo könnte man durchaus als eine Art Roadmovie bezeichnen, spielt doch ein Großteil der Handlung während einer Busfahrt. Buñuel-typisch wird diese immer wieder durch teils realistische, teils bizarre Vorfälle unterbrochen und verzögert.  

Diese Episoden sind überwiegend witzig umgesetzt. So macht der Busfahrer auf dem Weg zum Ziel kurzerhand einen Abstecher zu seiner Mutter, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren, was schließlich in einer ausgelassenen Feier inklusive Besäufnis mit nahezu allen Fahrgästen mündet. Und dann ist da noch die kesse Raquel, die alles daran setzt, den frisch verheirateten Oliverio zu verführen, was ihr letztlich auch gelingt.

Den Filmtitel, der wörtlich übersetzt „Aufstieg zum Himmel“ bedeutet, kann man auf zweierlei Weise interpretieren. Offensichtlich bezieht er sich auf den steilen Anstieg, den der Bus im Verlauf der Reise bewältigen muss. Darauf weist auch ein entsprechendes Straßenschild hin. Im übertragenen Sinne kann man den Titel jedoch auch auf Oliverios Mutter beziehen, die im Sterben liegt, während ihr Sohn versucht, den Notar aus der weit entfernten Stadt herbeizuholen, damit sie noch ihr Testament aufsetzen kann. Die verschiedenen Stationen der Reise behandeln dabei wichtige Aspekte des menschlichen Lebens und kreisen um Geburt, Sexualität, Gemeinschaft und Tod.

Bei den Dreharbeiten kam es zu diversen Schwierigkeiten, die unter anderem dazu führten, dass die ursprünglich geplante Szene mit der Beerdigung des kleinen Mädchens stark gekürzt werden musste. Dies erklärt auch die vergleichsweise kurze Laufzeit von gerade einmal 74 Minuten.

Subida al Cielo ist ein unterhaltsamer und stellenweise sehr amüsanter Film, der jedoch nicht unbedingt zu den stärksten Arbeiten des spanischen Regisseurs zählt. Sehenswert ist er dennoch, zumal er viele der Themen und Motive enthält, die Buñuel auch in seinen späteren Filmen immer wieder beschäftigen sollten.

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