Who wants to shoot lovely ducks?
Die Story wirkt etwas konstruiert und erscheint zum Teil an den Haaren herbeigezogen, sorgt aber zumindest für eine gewisse Grundspannung. Das Milieu der Londoner Theaterwelt besitzt einen eigenen Charme und bietet einen reizvollen Hintergrund für die Handlung. Marlene Dietrichs ausgedehnte Gesangseinlage wirkt hingegen ebenso untypisch für Hitchcock wie entbehrlich und bremst den Film unnötig aus.
Trotz Dietrichs starker Präsenz ragt jedoch Jane Wyman bei den Darstellern heraus. Die von ihr verkörperte Eve ist ein biederes, naives Hausmütterchen, das unfreiwillig in einen Mordfall verwickelt wird und sich als Hobby-Detektivin versucht, um ihrem Freund aus der Patsche zu helfen. Dabei stellt sie sich zum Teil so unbeholfen an, dass man als Zuschauer beinahe das Bedürfnis verspürt, ihr helfend zur Seite zu springen. Wyman spielt das sehr überzeugend.
Der Twist am Ende kommt dann sehr überraschend und sorgt dafür, dass der Film im Finale noch einmal deutlich an Fahrt aufnimmt. Auch wenn Stage Fright nicht zu den ganz großen Hitchcock-Klassikern zählt, ist er doch recht unterhaltsam. Alles in allem durchaus sehenswert.
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